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Excalibur

Inhalt:

Deutsche Comics

Excalibur #1
Excalibur #2
Excalibur #3



Excalibur 1     Cover
Merlins Erwachen
Carlsen (Soleil)
Preis: DM 19,90
T: Arleston
Z: Hübsch

Inhalt:F-Le Chant de Excalibur – Le Reveil de Merlin
Das Letzte, das von Merlin zu hören war, war, dass die böse Morgane ihn in einen Felsen gebannt hatte. Nun, fast 600 Jahre später wird er bei einer christlichen Umtauschaktion (Dolmen gegen Marienstatue) eher zufällig geweckt und muss feststellen, dass sich fast alles verändert hat: Die christliche Religion ist zur beherrschenden geworden, die Mitglieder des kleinen Volkes wie Feen und Dryaden sind verschwunden und auch die Magie hat kaum noch Entfaltungschanchen, denn das Volk Irlands glaubt nicht mehr daran. Daher beschließt die Herrin vom See Viviane, das Schwert Excalibur erneut einzusetzen um die alte Macht wieder neu zu beleben. Erste Trägerin seit Artus wird allerdings zu Merlins großem Missvergnügen eine Frau, die junge Gwynned, Erbin des Hauses Galahad. Die Beiden machen sich auf den Weg nach Connemara um den Sidhe der tausend Zauber zu suchen, wo sich das kleine Volk wohl verstecken wird. Auf dem Weg dorthin muss eine Kirche leider in Flammen aufgehen und auch das Heer Bischof Mordreds leidet ein wenig, als es von einem Drachen gegrillt wird.

Kritik:
Von den Zeichnungen her richtet sich diese Serie aus dem Hause Soleil eher an das jüngere Publikum. Die Geschichte ist aber spannend, witzig (wofür hauptsächlich der Konflikt Frau-Kämpfer sorgt) und wartet mit hübschen magischen Einfällen auf. Obwohl die Bilder auf den ersten Blick sehr funnyhaft wirken, sind sie sehr detailreich gezeichnet; allein die grelle Farbe wirkt etwas seltsam. Auch dieses im Rahmen der Fantasy-Offensive gestartete Projekt ist es wert, gelesen und gesammelt zu werden. Nachdem die klassischen frankobelgischen Reihen fast alle komplett auf Deutsch vorliegen, ist es gut, dass sich Carlsen der modernen Autoren und Texter angenommen hat und diese komplett und in großer Verbreitung erneut oder erstmals editiert.


-bat- Note: 3


Excalibur 2     Cover
Der Sidhe der tausend Zauber
Carlsen (Soleil)
Preis: DM 19,90 € 10,00
T: Arleston
Z: Hübsch

Inhalt:F-Le Chant de Excalibur – Le sidhe aux milles charmes
Der zweite Band geht etwas schwungvoller zu Werke, da die Darsteller mittlerweile alle eingeführt sind. So dürfen die Reisenden gleich damit beginnen, was bei Rollenspielern immer die ersten Abende füllt: Wirtshausschlägereien und die Suche nach verborgenen Schlössern. Nach unzähligen geleerten Bechern und geschlagenen Schlachten muss Gwynned ihre erste echte Probe bestehen, denn sie hat mit einem Einhorn Freundschaft zu schließen! Zwar gelingt ihr das auch (in netter grafischer Umsetzung!), die gleichzeitig stattfindende Verbrüdung des zweiten Einhorns mit Merlin ist allerdings einsame Spitze! Als sie endlich im Sidhe angekommen sind, müssen sie feststellen, dass das kleine Volk versteinert ist. Zwar gelingt es ihnen (oder besser Gwynned), die Versteinerung rückgängig zu machen, doch auch Bischof Mordred hat mit seinen Mordbuben (auf brutale Art und Weise) Zugang zum Sidhe gefunden. Wieder kommt es zur Schlacht...

Kritik:
Auch der neue Band vermag zu gefallen, da Arleston mit einigen traditionellen Ausfassungen von Magie, magischen Wesen und allgemeinen Fantasystandards sehr respektlos umgeht und neue, witzige Handlungsmuster einführt. Er erreicht dabei zwar nicht die Kunstfertigkeit eines Terry Pratchett, schafft es aber trotzdem viele große und kleine Lacher zu produzieren. Da Eric Hübsch wie bereits festgestellt auch gut zeichnen kann, erfüllt Excalibur alle Voraussetzungen für eine gute Comicserie. Sie wird nicht wie etwa Tim & Struppi oder Asterix als der Klassiker in die Geschichte eingehen, aber sie ist es auch nicht Wert, vergessen zu werden! Also: Augen auf und reingelesen!


-bat- Note: 2-

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Excalibur 3     Cover
Die Klaue Roms
Carlsen (Soleil)
Preis: € 10,00
T: Arleston
Z: Hübsch

Inhalt:F-Le Chant de Excalibur – La Griffe Da Rome
Die Schlacht des letzten Bandes endete wie eine Schlacht in einer Fortsetzungsgeschichte enden muss: einer der Helden wurde gefangen! In diesem Falle war es der zeternde Merlin, dessen Käfig in der Hand von Bischof Mordred Gwynned, der Kobold Schnurz und das Einhorn folgen. Leider schaffen sie es allerdings nicht mehr rechtzeitig vor dem Verlassen Englands, so dass (netterweise) ein Seeintermezzo stattfinden kann. Endlich in Rom angekommen, schaffen es Gwynned und Schnurz tatsächlich, vor den Papst zu kommen. Allerdings haben sie keine Möglichkeit mehr, Merlin zu befreien, denn schon auf hoher See zeigte sich, dass es bei Wünschen sehr darauf ankommt, sie richtig zu formulieren, denn unsere Freunde trafen zwar wieder zusammen, allerdings angekettet... Trotzdem gelingt es Merlin (und Schnurz´ Ratten) mithilfe alter und ganz alter Magie kräftig Verwirrung zu stiften.

Kritik:
Eine erfrischende Geschichte, die mit viel Humor, ganz vielen klassischen Versatzstücken und einer gehörigen Portion Spaß einfach nur nett zu lesen ist. Man merkt dieser (wie überhaupt vielen von Soleil) Story an, dass die dort gebundenen Autoren ihre Jugend noch nicht vergessen haben. Sie schreiben frisch und mit Drive, als wenn es eine Privatangelegenheit für sie und ihre engsten Freunde wäre. Leider gibt sich dieser Schwung sonst oft spätestens nach dem zweiten Band; hier nicht!


-bat- Note: 2-

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