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Mabuse

Inhalt:

Deutsche Comics



Mabuse 1    Mabuse 2   
Mabuse 3    Mabuse 4   
Mabuse 5    Mabuse 6   



Mabuse 1    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Nun ist sie also Wirklichkeit geworden, die erste Kooperation der kleinen Biester, die im Bauch beim Lachen immer so Weh tun, und der Konzernspieler aus dem hohen Norden. Herausgekommen ist eine sechsteilige Schwarz-Weiß-Geschichte über einen der bekanntesten Dunklen Spieler des letzten Jahrhunderts: Dr. Mabuse! Die Story spielt heute, in Deutschland und Südamerika, und sie hat mehrere Stränge: Ein AKW (Kirchbrook) geht fast in die Luft, da ein Mitarbeiter die Analge manipuliert und sich danach selbst getötet hat. Während des “Störfalls” steht auf allen Bildschirmen Dr. Mabuse. Der ermittelnde Staatsanwalt Lohmann hat eine Tochter, Inger, die Journalistin ist und ermitteln möchte. Sie setzt sich in den Zug, der von einer Gestalt mit einem Monokel zum Entgleisen gebracht wird - in Eschede! Währenddessen wird in Südamerika der Altnazi Otto Keller gefangen und nach Deutschland überstellt. Auch er hatte eine Verbindung zu Mabuse und sitzt in dem Unglückszug...

Kritik:
Vorweg ein dickes Lob für den Mut zu diesem Projekt! Und ein dickes “Was soll das denn?” wegen der “Leserbriefe” zu vorab verschickten Exemplaren! Das hättet ihr euch sparen können! Die Story beginnt sehr komplex und macht daher Appetit auf Mehr, die Zeichnungen (und die Tusche von Stefan Dinter) sind düster genug für das Thema aber “sauber” genug für ein Mainstream-Comic. Dazu gibt es ein Gewinnspiel über alle sechs Ausgaben, ein ebenfalls sechsteiliges Sammelposter und einen Artikel über die Original-Romane. Sehen wir dem nächsten Monat mit Spannung entgegen würde ich sagen, oder?

-Bat- Note: 2+


Mabuse 2    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Inger Lohmann hat den Unfall schwerverletzt überlebt, sie sieht allerdings beim Aufwachen Mabuse im Körper ihres Vaters. Mabuse sucht derweil einen neuen Wirtskörper, da Otto gestorben ist. Bei der Neonazidemo während der Beerdigung wird er fündig. Und es gibt da noch zwei mysteriöse Gestalten: Dr. Freund und Dr. May, die Lohmann erzählen, dass sein Großvater damals Dr. Mabuse besiegt habe...

Kritik:
Die Story nimmt ihren Lauf, einige Stränge beginnen zusammenzulaufen, einiges an Zusammenhängen wird erklärt. Ansonsten gibt es nach der zweiten Nummer nichts hinzuzufügen!

-Bat- Note: 2+


Mabuse 3    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Otto Keller war gar nicht tot, sondern wurde von den beiden Dres. künstlich am Leben erhalten, da sie etwas über Mabuse erfahren wollten. Der hat derweil Ben, sein neues Opfer auf den Friedhof geschickt, um den alten Wirtsleichnam auszubuddeln und dabei eben dieses auch erfahren. Inger ist im Sanatorium, wo sie von Ben gepflegt wird und sich über die Abwesenheit von ihrem Vater beklagt. Der wiederum würde seine Tochter gerne besuchen, soll aber nicht.

Kritik:
Alle erfahren etwas über alle und verstricken sich immer tiefer in das komplexe Beziehungsgeflecht. Mal sehen wie uns die beiden AutorInnen da wieder raushelfen wollen. Weiter so! Für eine deutsche Serie extrem gut, wenn auch auf den “Leserbriefseiten” immer ein wenig am Stil gemäkelt wird. Das Team ist mit Witz und Esprit dabei, die “Fehler” sind nicht mit denen in Fanzines vergleichbar und so groß ist der hiesige Markt eben nicht, dass die Großen deutschen Comicgötter alle schon 10000 Seiten hinter sich hätten! Schön, dass Carlsen mit seiner Logistik dieses Projekt ermöglicht. Seht es doch mal so rum!

-Bat- Note: 1-


Mabuse 4    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Inger Lohmann ist Patientin in der Reha-Klinik Rönneburg des Dr. Baum. Zwar entdeckt sie seltsame Sachen in seinem Labor, glauben tut ihr jedoch noch nicht einmal ihr Vater... Währenddessen entdecken Dr- May und Dr. Freund von der Systemüberwachung, dass der Leiter des AKW Kirchbrook sich an Mabuse verkauft hat. Wenig später stirbt der Gute bei einem Autounfall, doch die CD-ROM, die er bei sich trug, bleibt verschwunden. Sie enthält die verschlüsselten Zugriffscodes für das AKW... Und: Inger sucht Schutz und Verständnis beim Neonazi Ben...

Kritik:
So langsam wird der Inhalt fast rasant! Die Zeichnungen sind weiterhin sehr realistisch und stimmungsvoll, was zum großen Teil an der Tusche von Stefan Dinter liegt. Das Editorial mit der eigenen Sicht der Dinge stammt dieses Mal von Eckart Breitschuh, der Essay ist der erste Teil einer Reihe über den Stummen Schrecken in Weimar und die Filme Fritz Langs. Alles in allem überzeugt das Experiment der Zusammenarbeit des Kleinen Z mit dem Großen C. Der Preis ist halt ein (bekanntes) Manko!

-Bat- Note: 2-


Mabuse 5    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Ben rettet/entführt Inger aus der Reha-Klinik kurz bevor sie in die Geschlossene überführt werden soll. Sie lieben sich unter der Reichskriegsflagge... Derweil stellen die Betreiber des AKW fest, dass das Restrisiko einzutreten scheint, es sei denn, die CD mit den Codes ist rechtzeitig aufzufinden. Lohmann findet Ben, erschießt ihn und befreit seine Tochter, ja er entdeckt sogar die Cd bei Ben und schafft es auch noch, sie rechtzeitig in das AKW zu bringen, doch dann passiert auf den Rechnern etwas unerwartetes... Mabuse ist in seinem Element!

Kritik:
je näher es dem Ende zugeht, desto rasanter wird natürlich die Geschichte. Trotzdem ist das Ganze noch steigerungsfähig, es wird weder zu früh alles Pulver verschossen, noch wirkt das Ganze verkrampft! Das Editorial ist von Stefan Dinter, der alles anders gemacht hätte, aber schon froh ist, das alles anders gemacht worden ist. Dazu gibt es wieder einen Posterteil und die Fortsetzung des Artikels über Langs Mabuse-Filme!

-Bat- Note: 2


Mabuse 6    Cover
Carlsen + Zwerchfell (Originalausgabe)
Preis: DM 7,90
T: Kreitz/Breitschuh
Z: Breitschuh
Inhalt:
Das Ende ist nah und doch so fern... Otto stirbt endgültig, ob Dr. May und Dr. Freund überleben oder nicht ist ungeklärt (und unwichtig) und auch Lohmann vegetiert eher dahin als das er lebt, doch eines ist gewiss: Mabuse lebt und wie! Ich will aber nicht verraten wie, da der Schlusspunkt zwar erraten werden konnte, trotzdem aber gut konstruiert ist und jedem selbst überlassen bleiben soll, wann er ihn wissen will. Eigentlich lässt sich zum Inhalt überhaupt nicht mehr sagen, wenn nicht alles vorweggenommen werden soll.

Kritik:
Ein Experiment ist beendet, ein Groß- und ein Kleinverlag haben über eine ganze Miniserie hinweg zusammen gearbeitet, gelitten und gehofft und es ist eine spannende, für deutsche Verhältnisse sogar sehr gute Serie immer rechtzeitig erschienen, die Lust auf Mehr macht. Mystery, Schwarz-Weiß, Kult (ja, Mabuse war einmal Kult, was aus den beigefügten Artikeln auch deutlich wird) und ein nicht zu einfaches Gewinnspiel bei einem relativ hohen Preis sind zu Ende. Liebe Isabell Kreitz, mach doch bald wieder etwas, das nicht nur „Heimatkolorit“ hat, sondern dir und uns (und Carlsen?) Spaß macht! Und: Solche „Verlags-Crossover“ dürft ihr ruhig wiederholen, denn die kleinen deutschen Verlage haben zwar oft gute Zeichner und Texter, die sich bei entsprechender Betreuung auch sehr wohl fühlen, die großen haben (neben dem Geld!) aber einfach eine Arbeitseinstellung und –Routine, die vielen kleinen Projekten einfach abgeht und den Lesern beim Warten den Spaß verdirbt!

-Bat- Note: 2


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