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Sillage

Inhalt:

Deutsche Comics

Sillage #3
Sillage #4



Sillage 3     Cover
Das Räderwerk
Carlsen (Guy Delcourt)
Preis: DM 19,90
T: Morvan
Z: Buchet

Inhalt:F-Engrenages
Mittlerweile der dritte Band über den gigantischen Weltraumtrek Sillage, der aus einer Unzahl von Raumschiffen bzw. Planeten besteht, die von verschiedensten Spezies bevölkert werden. Die im ersten Band entdeckte „Wilde“ Nävis ist mittlerweile bewährte Agentin der Konstituante und wird für nicht ganz legale Missionen eingesetzt. Der Planet TRI-JI 768 war lange lange Zeit ruhig; er wurde von den Püntas bewohnt, einer eierlegenden friedliebenden Rasse. Seit kurzem bevölkern jedoch andere Wesen, die Nävis ähneln, diesen Planeten und mit der Ruhe ist es vorbei. Nävis landet mitten in einer Rebellion gegen die „Herrschenden“, das Volk soll endlich die Sklavenketten abschütteln. (Interessanterweise empfindet der oberste Revoluzzer die Ureinwohner nicht als unterdrückt, ja, noch nicht einmal als Wesen mit Rechten!). Ziel der beiden ungewollten Gefährten ist „das Werk“ in dem der Schläfer auf seine turnusmäßige Erweckung aus dem Kryoschlaf wartet, um die fortschritte seines Zukunftsplanes zu überwachen...

Kritik:
In sehr kurzer Zeit hat sich die Serie von einer Geschichte mit einer „Oben-Ohne-Schönheit“ in eine ambitionierte SF-Parabel gewandelt. Zwar sind die Dialoge mit Mezieres/Christins „Valerian und Veronique“ noch nicht zu vergleichen, die Tendenz ist aber unübersehbar! Auch die Zeichnungen entsprechen mitllerweile dem aktuellen Stand des anklägerischen aktuell-politischen französischen Comics. Leider ist das Ganze noch etwas unausgegoren, stehen die einzelnen Elemente noch zu zusammenhanglos im Raum, trotzdem kann hieraus eine der besten „neuen“ Serien werden.



-Gast- Note: 3

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Sillage 4     Cover
Das Mal der Dämonen
Carlsen (Guy Delcourt)
Preis: € 10,00
T: Morvan
Z: Buchet

Inhalt:F-Le Signe des Démons
Weiter geht es mit der rasanten Entwicklung der Serie zu einer Polit-SF-Story. Inzwischen ist fast schon der erhobene Zeigefinger zu bemerken, der immer öfter im Hintergrund schemenhaft auftaucht. Hoffen wir, dass die Serie nicht zu einem platten Pamphlet verkommt. Noch allerdings stehen die politischen Elemente nicht im Vordergrund, so dass dem unbeschwerten Genuss nichts im Wege steht! Doch? Im magic attack schon gelesen? Na ja, frisch ans Werk und ein zweites Mal zugeschlagen, denn was alles in den Bildern versteckt ist, erschließt sich nicht unbedingt gleich beim ersten Mal! Es geht um ein verdeckt arbeitendes Kommando von Sillage, das auf einen Planeten geschickt worden war und sich nicht mehr meldet. Nävis und ihre Begleiter sollen jetzt ebenfalls verdeckt deren Verbleib erkunden und sie gegebenenfalls retten. Dabei geraten sie in einen Sklavenaufstand. Natürlich sind die Fronten je länger die Geschichte dauert immer weniger klar und auch der Auftrag scheint seine moralische Berechtigung zu verlieren...

Kritik:
Neben wunderschönen Zeichnungen und einer sehr stimmungsvoll charakterisierten Umwelt auf einem fremden Planeten gelingt es den beiden (wieder) eine vordergründige Idylle gründlich zu zerstören und den sinn von Macht überhaupt in Frage zu stellen. Ebenfalls wie immer gewinnt im Endeffekt die Macht aber doch und alles Aufbegehren bleibt Episode! Vielleicht gerade deswegen lesenswert.



-Bat- Note: 3+

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