Comix-Online.com -- Rezis -- Egmont EHAPA Comics

Blueberry

Inhalt:

Deutsche Comics

Blueberry-Reihe
Leutnant Blueberry 22   
Leutnant Blueberry 23   

Blueberry 37/Die Jugend 11   
Blueberry 38/Die Jugend 12   
Blueberry 39/Die Jugend 13   

Marshall Blueberry-Reihe
Marshall Blueberry 3   

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Leutnant Blueberry 22     Cover
Der lange Marsch
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: € 10,00
T: Charlier
Z: Giraud

Inhalt:F-La longue Marche
Als dieser Band damals bei Carlsen erschien, gab es in Deutschland die Situation, dass Blueberry gleichzeitig bei drei verschiedenen Verlagen erschien: Gesamtausgabe bei EHAPA, Magazin bei Feest (Damals noch selbstständig) und 4 "normale" sowie 4 Jugendabenteuer als Alben bei Carlsen. Lange hat es gedauert, nun kann die EHAPA-Reihe endlich die fehlenden Bände präsentieren. Chihuahua Pearl ist eine alte, schöne Bekannte, die den Weg von Blueberry bereits mehrfach gekreuzt hat. Nie war ihre Beziehung einfach, aber jetzt möchte sie eigentlich heiraten und kann daher Erinnerungen an ihr früheres Leben kaum brauchen. Trotzdem muss sie Blueberry samt McClure und Red Neck helfen, denn der Offizier ist gefangen und hat doch wichtige Aufgaben zu erledigen. Tatsächlich gelingt die Flucht und Tsi-Nah-Pa - wie Blueberry von den Indianern genannt wird - sammelt sogar noch die letzten freien Apachen auf.

Kritik:
Schön, dass nach Jahren der Lückenhaftigkeit im Regal endlich der Versuch gemacht wird, die Reihen zu schließen. Schade nur, dass gleich der erste Anlauf daneben geht. 39 Folgen sollen es im nächsten Jahr sein, bis zu 38 davon werden einen schönen dunkelroten Rücken aufweisen, der Band 22 ist jedoch leider ---- blau! Schade! Inhaltlich tut das der Sache natürlich keinen Abbruch, aber dann hätte man auch mit dem Carlsen-Schätzchen weiterleben können. O.K., der Band ist neu übersetzt und neu gelettert und passt ansonsten gut in die Reihe, aber im Detail zeigt sich die Liebe!

-Bat- Note: 3


Leutnant Blueberry 23     Cover
Der Geisterstamm
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: € 10,00
T: Charlier
Z: Giraud

Inhalt:F-La Tribu Fantome
Der Geisterstamm schließt nahtlos an den Band 22 an, die Apachen unter Cochises Führung sind in ein unfruchtbares Reservat vertrieben und Mike S. Blueberry versucht auf Seiten der Apachen dafür zu sorgen, dass der gesamte Stamm in Mexiko eine sichere Zuflucht erreichen kann. Um den ganzen Armeen zu entgehen, die nach der "Befreiung" des Stammes auf der Suche nach den Flüchtlingen sind, wenden sie eine gänzlich unindianische List an. Wird Mikes Plan gelingen?

Kritik:
Hier stimmt dann auch die Rückenfarbe und das Sammlerherz schlägt höher. Endlich wird die wohl beste, innovativste und nach Lucky Luke meist zitierteste Westernserie aus dem frankobelgischen Raum einheitlich präsentiert. Und wer bisher noch keinen Blick darauf geworfen hat, den Westen gar nur aus amerikanischen Comics wie Preacher oder Just A Pilgrim kannte sollte unbedingt reinschnuppern und genießen. Dazu bietet sich dieser Band als Mittelfolge natürlich nicht gerade an, aber wer gleichzeitig schon mal an den kommenden Blueberry-Film denken will, sollte sich die Bände 11 und 12 vornehmen. Das Ende steht sowieso fest: Ihr werdet alle Bände kaufen!

-Bat- Note: 1

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Blueberry 37 (Die Jugend von B. 11)     Cover
Der Pfad der Verfluchten
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: DM 16,80
T: Corteggiani
Z: Blanc-Dumont

Inhalt:F-La Piste des Maudits
Blueberry muss mit seinen zwangsfreiwilligen Begleitern den Nordstaatlern eine Herde Rinder abluchsen und sie der Armee der Südstaaten zu überstellen. So der im letzten Band geschlossene Pakt. Leider sehen nicht alle der “Kollegen” ihre Einwilligung zu diesem Himmelfahrtskommando als bindend an. Zudem liegt auch Bowman mit seinen Männern auf der Lauer, um sich der Herde zu bemächtigen und Blueberry zu erledigen. Es kommt zu einem Showdown, den viele nicht überleben, der die Spannung für den nächsten Band aber aufrecht erhält. Zudem gibt es ja noch Ms. Mitchell - Leichen pflastern ihren Weg - die ihr eigenes Spionagesüppchen kocht. Zum Schluss erfährt Mike im Knast von ihrem Tod: Wahrheit oder Lüge?

Kritik:
Im Anhang gibt es einen Artikel Wegabschnitte: Die Jugend von Blueberry, der inhaltlich allerdings nicht viel enthält. Noch einmal werden die verschiedenen Zyklen kurz dargestellt, die Personen und realen Gegebenheiten kurz angerissen und die bisherigen Zeichner und Texter genannt. Für Neueinsteiger sicherlich gut! Nur das Impressum müsste für eine zweite Auflage vielleicht doch korrigiert werden, ist der Originaltitel doch nicht ganz unwesentlich! Zum Inhalt lässt sich dagegen nichts negatives sagen. Die Beiden führen die Serie angemessen fort und verlängern so den Erfolgszug der wohl besten europäischen Westernserie um ein weiteres Kapitel. Blanc-Dumont hat im Laufe seiner Karriere viel gelernt und ist jetzt eindeutig seiner Aufgabe gewachsen. Alles in Allem also ein Muss für Freunde anspruchsvoller Westerncomics und Liebhaber der Frankobelgischen Alben allgemein! Jetzt müsste man EHAPA nur noch überreden, Carlsen die Lizenzen für die in dieser Reihe noch fehlenden Bände abzukaufen und die Reihe voll zu machen!

-Bat- Note: 2+


Blueberry 38 (Die Jugend von B. 12)     Cover
Letzter Zug nach Washington
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: € 10,00
T: Corteggiani
Z: Blanc-Dumont

Inhalt:F-Dernier train pour Washington
Kaum ist das eine Album (Marshall) verdaut, erscheint schon das Nächste und überholt damit sogar das als Nummer 38 bereits angekündigte „Mister B. 4“! Und nicht nur das, auch werden momentan viele der alten Ausgaben mit neuem Lettering neu aufgelegt! Der einzige Wermutstropfen ist die damit verbundene Preissteigerung um € 1,40 pro Band, die die ganze Serie betrifft! Zum Inhalt: Natürlich ist die gute Ms. Mitchell nicht tot und kocht weiter ihr eigenes Süppchen. Genauso natürlich müssen Mike Blueberry und seine Mitstreiter erstmal die Altlasten des letzten Bandes abarbeiten, sprich: sich aus der (Kriegs-)Gefangenschaft befreien. Diese gelingt, allerdings nicht im ersten Anlauf! Währenddessen müssen einige Bauern auf dem Schachbrett der geheimdienstlichen Aktivitäten ihr Leben lassen; meist waren sie einfach nur am falschen Ort, manchmal aber auch zu langsam. Allen gemeinsam ist auf jeden Fall ihre zu große Vertrauensseligkeit. Eine der entscheidenden Fragen ist: Wird Mr. Pinkerton endlich den Berichten Glauben schenken, dass die Mitchell nicht tot ist!? Oder wird der Plan, den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zu ermorden doch noch Wirklichkeit werden? Natürlich (und damit schließt sich der Kreis) gibt es die Antworten nicht mehr in diesem Band, sondern (zumindest teilweise) in „Lincoln muss sterben!“.

Kritik:
Auch wenn eigentlich ein Band aus dem anderen Handlungsstrang angekündigt war, ist das Erscheinen des mittlerweile 12. Jugendabenteuers beileibe kein Lückenfüller. Die Zeichnungen von Blanc-Dumont reichen zwar immer noch nicht ganz an Girauds Originale heran, er hat sich aber zu einem der großen Westernzeichner überhaupt gemausert. Der Detailreichtum der Paneele und die Genauigkeit der Darstellungen stünden vielen anderen gut zu Gesicht. Es bleibt zu hoffen, dass das Team – denn auch die Story ist gelungen und spannend und führt in alter Blueberry-Tradition über viele Alben – das derzeitige Niveau noch lange halten (oder sogar noch steigern) kann.

-Bat- Note: 2+


Blueberry 39 (Die Jugend von B. 13)     Cover
Lincoln muss sterben
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: € 10,00
T: Corteggiani
Z: Blanc-Dumont

Inhalt:F-Il Faut tuer Lincoln
Zurzeit ist der Westernheld wirklich omnipräsent: Sein 13. Jugendabenteuer erscheint gerade als Album, die Carlsen-Ausgaben der regulären Serie werden in die EHAPA-Ausgabe integriert, die s/w-Storys erscheinen als Sonderband, der 4. Mister läuft im ZACK und kaum eine Zeitung, die etwas auf sich hält hat nicht ausführlich über den Comic berichtet. Es lohnt sich aber auch, denn auch dieser vorläufige Abschluss der Erzählung über das geplante Attentat auf den Präsidenten des Nordens Abraham Lincoln enthält wieder alles, was eine gute Geschichte ausmacht: der Held muss zur Erreichung seiner Ziele ungeplante Umwege in Kauf nehmen und gerät zwischenzeitlich in akute Lebensgefahr. Natürlich übersteht er diese Situation, aber eben nicht aus eigener Kraft. Der gewonnene Freund/Verbündete, der eigentlich ein Feind ist, hat seinen Gegenspieler in dem, der eigentlich ein Freund sein müsste. Zudem gerät natürlich auch der Gute immer wieder in so kritische Situationen, dass sein Leben keinen Pfifferling mehr Wert zu sein scheint, doch da kommt erneut unerwartete Hilfe. Im Endeffekt schaffen es Blueberry und seine Verbündeten natürlich, das Attentat zu verhindern, doch wer etwas wirklich will, wird es auch schaffen und so fehlt der Hinweis auf den tatsächlichen (und erfolgreichen) Anschlag auf dessen Leben nicht.

Kritik:
Obwohl Blueberry nicht immer so aussieht, wie man es aus der regulären Serie gewohnt ist (Er wirkt wesentlich amerikanischer als der französische Charakter) und die Zeichnungen nicht mehr so revolutionär sind, wie vor 20 - 30 Jahren, bleiben auch die Jugendabenteuer ein legitimer Bestandteil der besten Westerserie überhaupt. Inhaltlich und auch vom grafischen her gehören die Bände von Corteggiani und Blanc-Dumont eindeutig zur europäischen Spitzenklasse. Deshalb die unbedingte Empfehlung, nicht mit diesem Band zu beginnen! Ihr würdet euch des Spaßes berauben!

-Bat- Note: 1-

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Marshal Blueberry 3     Cover
Blutige Grenze
Egmont EHAPA(Dargaud)
Preis: DM 16,80
T: Giraud
Z: Rouge

Inhalt:F-Marshal Blueberry : Frontiere Sanglante
Nachdem der Cliffhanger – Blueberry wird schwerverletzt auf die Ranch von Tess Bonaventura gebracht – die Leser fast 10 Jahre lang in Atem gehalten hat...folgt nun endlich der Abschlussband der Miniserie um den Marshal Blueberry. Dieser wurde von General Sherman in die Stadt Heaven geschickt, um die Hintermänner des bereits aufgedeckten Waffenschmuggels zu finden. Die Gangster um den Ranchbesitzer Carmody und seine Frau schafften es allerdings nur, Blueberry so zu verletzen, dass er mit rechts keine Waffe mehr halten kann. Bevor ein kleiner Junge, seines Zeichens Gehilfe in der Druckerei des Zeitungsverlegers und Richters Harper, dem Sheriff etwas mitteilen kann wird er jedoch getötet und mitsamt des Zeitungsgebäudes in die Luft gesprengt. Carmody richtet dem Sternträger aus, dass er die belastenden Dokumente (eine Finte aus Band 2!) gegen die mittlerweile entführte Tess austauschen will. Wie wird der Showdown ausgehen!?

Kritik:
Rouge hat das Zeichnen mittlerweile gelernt und das Giraud seine eigene Meisterserie schlecht texten könnte hat wohl niemand erwartet, insbesondere nicht nach dieser langen Zeit. Die Aufmachung passt auch genau in die EHAPA-Reihe, selbst die Rückenfarbe wurde getroffen, was ja heutzutage nicht selbstverständlich ist! Nur: warum musste nur der Posten von dem Menschen wegrationalisiert werden, der den Letterer kontrolliert? Auf Seite 4 gibt es ein ES zuviel, auf Seite 5 werden neue medizinische Fachausdrücke erfunden (oder sollte der später auftauchende Chinese verantwortlich sein für die ausgelenkte Schulter?) auf Seite 20 wird ein Buchstabe deutlich sichtbar nachgeklebt... Schade! Ansonsten ist der Abschlussband nämlich sehr nett und macht Appetit auf die anderen Bände der Reihe. Den Neueinstiegswilligen sei der erste Zyklus (Band 1-5) oder der dritte (Bände 11+12) empfohlen! Mittlerweile schon nicht mehr ganz neu sind die amourösen Abenteuer des Mike S. Blueberry. Langte es für die deutsche Ausgabe von Parodien 1 noch aus, dass der Reiter überhaupt an Frauen dachte, darf er mittlerweile sogar normalen Sex haben. O Tempora, o Mores!

-Bat- Note: 2


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