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Lucky Luke

Inhalt:

Deutsche Comics
Lucky Luke 75   
Lucky Luke 76   
Der französische Koch   



Lucky Luke 75     Cover
Der Kunstmaler
Egmont EHAPA(Ed. Lucky)
Preis: DM 7,80 Softcover, 16,80 € 8,60 Hardcover
T: Bob de Groot
Z: Morris

Inhalt:F-L´artiste peintre
Luke soll Frederic Remmington, einen der größten amerikanischen Maler, bei einer Maltour durch den Wilden Westen begleiten. Ziel ist das Dorf von Hiawatha, einem Häuptling der zwar als Großer gilt, tatsächlich aber unter der Knute seiner Frau steht. Auf dem Weg dorthin müssen Unmengen von Puten ihr Leben lassen, einige Biere und Schnäpse bzw. – voll pc – Colas bei Lucky die Kehle durchfließen und Kneipenschlägereien überstanden werden. Ärger macht außerdem der kleine Gauner Curly, der allerdings meistens eher hilflos denn erfolgreich wirkt!

Kritik:
Nicht einer der besten Lucky Lukes, aber der Vorletzte vom Altmeister Morris gezeichnete, der dieses Frühjahr leider verstorben ist. Immerhin nimmt er die Rechte an der Figur nicht mit ins Grab, so dass auch in Zukunft Abenteuer mit dem Cowboy zu erwarten sind. Mal sehen, ob jemand die Fähigkeit von Morris erreichen wird... Auch dieses Szenario besticht wieder durch die Verknüpfung von Fact und Fiction, die bei den beiden Zeichenstilen auch augenfällig ist. Lobenswert wieder die Seite mit dem Bild des echten Remmington und ein paar Infos über ihn!

-Bat- Note: 3


Lucky Luke 76     Cover
Eine Wildwest Legende
Egmont EHAPA(Ed. Lucky)
Preis: € 8,60 Hardcover
T: Nordmann
Z: Morris

Inhalt:F-La Légende de l´ouest
Der letzte von Morris gezeichnete Lucky Luke vereint noch ein mal alles, was diese Serie über Jahrzehnte ausgezeichnet hat: Die Daltons, die von einem gerissenen Mann gelenkt werden, eine echte Berühmtheit (Buffalo Bill), einen alles andere als ausbruchssicheren Knast, Saloons und Banken sowie das Dreigespann Lucky Luke, Jolly Jumper und Rantanplan! Die Daltons müssen bei der Ankunft von neuen Häftlingen feststellen, dass sie eine Berühmtheit erlangt haben, die der von Showbiz-Sternchen entspricht. Zwar werden sie als hochherzige Banditen gehypet, aber das ist ja nur ein kleines unwesentliches Missgeschick. Diesem Ganzen vorausgegangen war ein folgenschweres Gespräch zwischen Buffalo Bill und Lucky Luke, der von ersterem für seine Westernshow verpflichtet werden sollte. Da er sich jedoch weigerte, beschloss die Legende Cody, der Legende Luke ein Ende zu bereiten, indem er die bekanntesten Gegner, eben jene Daltons, unsterblich machen wollte. Da sich die echten – wie fast immer – natürlich im Knast aufhielten und ihre schauspielerischen Qualitäten fraglich waren, beschloss er jedoch, sie doubeln zu lassen. Dabei wurde auch gleich die wahre Geschichte ein wenig umgeschrieben und abgepasst. Die nun berühmten Gangster wollten jedoch etwas von dem Rummel Mitbekommen und beschlossen unter Leitung ihres neuen „Managers“ auszubrechen und ihr Recht einzufordern. Natürlich gibt es bei acht Daltons (echten, wahren und sonstigen) schon ohne den nichts verstehenden Averell genügend Probleme, doch dann kommen ja noch Shownotwendigkeiten wie PR-Auftritte, Pressekonferenzen und vergänglicher Ruhm hinzu...

Kritik:
Eines der besten Luke-Alben überhaupt, was Patrick Nordmann da gelungen ist. Der Titel ist natürlich leicht auf Morris zu übertragen, der mit diesem Album sein Vermächtnis abgeliefert hat. Auch wenn die Serie wunschgemäß weitergeführt werden wird, wird es nach dem, was bisher bekannt ist, genügend Änderungen geben. So ist schon die Verlagerung nach Kanada ein entscheidender (aber nicht notwendigerweise schlechter) Einschnitt! Diese Album aber ist ein muss für alle, die die klassischen Geschichten des Cowboys lieben. Mein Lieblingspanel? Das Drittletzte! Auch wer den Vorabdruck im ZACK verfolgt hat, sollte hier nochmals zugreifen und sich das Album mit dem Nachruf zulegen!

-Bat- Note: 2


Lucky Luke     Cover
Der französische Koch
Egmont EHAPA(Ed. Lucky)
Preis: € 6,00 Hardcover
T: Guylouis
Z: Morris/Achdé

Inhalt:F-Le cuisinier francais
War da etwa etwas? Ist das nicht einfach ein neuer Lucky Luke wie in jedem Jahr? Nein, denn Morris ist tot und sein testamentarisch dokumentierter Wille, dass sein lonesome Cowboy weiter leben solle ist umgesetzt. Der in Deutschland nahezu unbekannte Achdé hat das Kunststück vollbracht, eine Geschichte wie Morris zu zeichnen und trotzdem nicht ein reiner oder gar schlechter Kopist zu sein. Vieles erinnert an Morris, die Zähne der Frauen, Rantanplan und die Saloons. Und trotzdem ist das Ganze ein kleines Bisschen anders, eigenwilliger und unerwartet. Die Story ist typisch: LL trifft einen Eigenbrödler, in diesem Fall einen französischen Koch, hilft ihm aus der Patsche und muss feststellen, dass damit der Ärger eigentlich erst richtig anfängt. Dementsprechend hilft er solange weiter, bis sich alles zum Guten gewendet hat. Bevor ihm jedoch gebührend gedankt werden kann, ist er bereits der untergehenden Sonne entgegengeritten.

Kritik:
Ein erster Appetithappen im besonderen Format der die Zeit bis zum ersten vollen Album verkürzen soll. Wenn Achdé so weiter macht und die Texter weiterhin so geniale Arbeit abliefern, steht den nächsten 70 Bänden nichts im Wege! Natürlich ist ein Morris nicht so eben zu ersetzen, aber der neue Künstler schafft es, die wesentlichen Elemente lebhaft zu übernehmen und der Serie trotzdem ein paar neue Impulse zu geben. Hit-Tipp!

-Bat- Note: 1


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