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Die Abenteuer der Minimenschen
Die Abenteuer der Minimädchen

Inhalt:

Deutsche Comics

Die Abenteuer der Minimenschen 22   
Die Abenteuer der Minimenschen 23   
Die Abenteuer der Minimenschen 24   
Die Abenteuer der Minimenschen 25   
Die Abenteuer der Minimenschen 26   
Die Abenteuer der Minimenschen 37   

Minimädchen 1   Minimädchen 2



Die Abenteuer der Minimenschen 22    Cover
Weihnachten in Rochafleur
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Seron, Seron/Mittei
Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 22: L´Erémite de Rochafleur
Vier „neue“ Kurzgeschichten aus der Reihe der kleinsten Menschen und ihrer Abenteuer. Wer regelmäßig Comic-Magazine liest, wird sie zum Teil schon kennen, aber das tut dem Spaß keinen Abbruch! Neu eingeführt wird das Domizil des alten Küsters, der als Einsiedler in der Kirche von Rochafleur (mit seinen Mäusen) lebt. In „Junge Spunde und alte Hasen“ müssen Renaud und seine Freunde mal wieder einem „Großen“ helfen, da der an sich sehr begabte Modellflieger Fernand leider an mangelndem Selbstbewusstsein leidet. In „Der Doppelgänger“ trifft Renaud auf sich selbst! Und nicht nur das: der Ordnungshüter begegnet sich selbst als Räuber. Und dann auch noch Geld der Großen zu klauen... Die Titelgeschichte schließlich führt die Kleinen erneut in die Welt der Großen, denn die Krippenfiguren der Kirche Rochafleur werden zerstört. Wer darf also nun den Ersatz geben?

Kritik:
Einer der besten Vertreter der Ecole Marcinelle und ein neuer Band auf dem Weg zur bereits erschienenen Nummer 37! Sollte der neue Verlag wieder 21 Bände (plus 5 Sonderbände!) schaffen, hätten wir das Original eingeholt und bereits Zukunftsluft geschnuppert! Schön auch, dass das alte Team komplett weitermacht und die Qualität der Salleck-Bände gewohnt gut ist. In Frankfurt kann man Seron übrigens auf der Buchmesse live erleben!

-Bat- Note: 2


Die Abenteuer der Minimenschen 23    Cover
Der Letzte der Minimenschen
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80 € 10,12
T: Seron
Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 23: Le dernier de Petits Hommes
Auf dem Heimweg entdeckt ein Minimensch 3 Kisten, die aus einem Lieferwagen gefallen sind und nimmt eine zur weiteren Untersuchung mit nach Eslapion. Während zwei weitere Gruppen erfolglos versuchen, die anderen Kisten zu bergen, öffnen die Zurückgebliebenen die Kiste. Heraus steigt etwas, das alle Höhlenbewohner in Schwachsinnige verwandelt. Renaud, Cedille und Lapaille versuchen, ein paar entlaufene Minis zurückzubringen, damit sie sich nicht gefährden und treffen dabei auf die eigentlichen Eigentümer der Kisten. Cedille und Lapaille sterben bei der Konfrontation und auch ein Gangster verliert sein Leben, als er von Renaud mit einer Bazooka erschossen wird. Die Gangster rächen sich, indem sie mit Handgranaten und Flammenwerfern die Höhle dem Erdboden gleichmachen. Nur ein einziger Mini überlebt. Das Ende der Serie? Ein Elseworlds-Abenteuer? Nein! Aber trotzdem ein überraschender Schluss!

Kritik:
Seron darf einmal seinen bitteren Humor ausspielen und in Rambo-Manier alle Minis vernichten. Nichts wird beschönigt, die Menschen verbrennen, werden in die Luft gejagt oder erschossen. Zwar klärt sich alles auf und auch die Gewalt wird verurteilt (mit Gewalt übrigens), aber für die Kinder unter den normalen Minimenschen-Lesern ist dieser Band wohl eher nicht. Ansonsten überzeugt er durch das Andere, das man Seron jedoch nie als Tatsache abnimmt. Immer wartet man beim Umblättern auf die Erklärung. Aufgelockert (und damit abgemildert) wird die Orgie der Gewalt durch die bekannte Figur des Lesers und eingesprengselte Werbeseiten sowie die Wortwitze in der Übersetzung mit Georg Tempel.

-Bat- Note: 2+


Die Abenteuer der Minimenschen 24    Cover
Der Goldvulkan
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80 € 10,-
T: Seron
Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 24:Le Vulcan d´Or
Damals, als es noch den Comicspiegel gab, wurde dieses Crossover der beiden Seronschen Serien Minimenschen und Zentauren im Feestverlag vorabgedruckt. Zu einer Albumveröffentlichung kam es aber nicht mehr. Zum Glück hat es nur rund 13 Jahre gedauert... Jetzt dürfen in neuer Übersetzung die Minis den beiden Zentauren Aurora und Ulysses dabei helfen, eine Vergesslichkeit des Zeus auszubaden. Seit mittlerweile fast 3000 Jahren wartet nämlich ein Stamm von Pygmäen in Afrika auf die Befreiung von der Sklaverei, die ihm zwar vom damals allmächtigen Gottvater zugesagt, dann aber im Leben des Gottes doch ein wenig in Vergessenheit geraten war. Leider kann der heute machtlose Griechengott nichts mehr ausrichten, da ihm ein Weichei, das auch noch die andere Wange hingehalten hat, den Rang abgelaufen hat. Die beiden Zentauren (auf Deutsch fehlen von den 5 Originalbänden immer noch 2; wäre das nichts für ZACK und Salleck?) sollen zusammen mit Renaud und Co. das im tiefsten Schwarzafrika wohnende Völkchen befreien. Neben den immer auftauchenden Problemen, die Kleine in der Welt von Großen haben, gibt es auch jetzt wieder viele kleine Nicklichkeiten zwischen Schwarz, Weiß und Blau, zwischen jung und hübsch auf der einen, alt und verklemmt auf der anderen Seite und natürlich – wie sollte es bei Seron sonst sein – zwischen Frau und Mann. Nicht immer werden diese Konflikte so gelöst, dass ein PC-Verpflichteter Hurra schreien würde, aber echte Grenzen werden nicht überschritten. Dafür liest sich alles recht kurzweilig und neben dem Leser hat sogar Spirou einen Auftritt. Das Pygmäenvolk lebt natürlich nicht mehr in Sklaverei a la Kunta Kinte, wird aber von skrupellosen Weißen zur Goldschürfung gezwungen. Wer nicht mehr arbeiten kann, bekommt kein Essen und muss verhungern. Zum Glück kann Freitag sich aber als Sklave ehrenhalber verdingen und das Problem lösen...

Kritik:
Zu loben ist in diesem Fall eindeutig die neue Übersetzung, die zaghaft modernisiert und witzige Dialoge bietet, ohne sich dabei dem Zeitgeist zu opfern. Auch wenn im Original wohl die Werbung für die Zweitserie im Vordergrund gestanden haben dürfte, und die Story eine Minimenschen untypische Action beinhaltet, die eher an frühe Spirou erinnert, handelt es sich meines Erachtens um eine der besseren Geschichten. Die Geschichte bricht nicht ein, enthält keine Füllseiten und glänzt fast auf jeder Seite mit nicht erwarteten Gags. Eindeutig empfehlenswert!

-Bat- Note: 1


Die Abenteuer der Minimenschen 25    Cover
Renaud geht in die Luft
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,-
T: Seron
Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 25: Petits Hommes et mini-gagagags
Mal wieder fiel Seron nichts Gescheites ein, so dass eine Metageschichte herhalten musste. Renaud hat keine Lust mehr, für seinen Herrn und Meister den Affen zu markieren und weigert sich daher, die Hauptrolle im neuen Band der Minimenschen zu übernehmen. Stattdessen erhält er eine Einladung von Magda, einer sehr kurvenreichen Dame, sie auf ihrem Geburtstag zu beehren. Der Weg dahin gestalte sich wesentlich schwieriger als gedacht, denn Renaud tappt von einer Panne zur nächsten und es ist erstaunlich, wie viel (selbst eine comichafte) Person aushalten kann. Aus Magdas Geburtstag wird der ihrer Mutter und dann der ihres Vaters und Renaud ist noch immer nicht angekommen, doch jetzt scheint er mit Lapoutre endlich auf dem rechten Weg zu sein…

Kritik:
Sicherlich nicht das Beste, was Seron abgeliefert hat, aber immer noch randvoll mit Gags und Slapsticks, die das normale Niveau einer TV-Total-Sendung oder gar von Wochenenden auf den Privaten locker toppt! Klassische Zeichnungen, von Leonardo gut eingefärbt, und trockener Humor bei zart moderner Übersetzung (mit den für diese Serie üblichen aktuellen Anspielungen bspw. auf ZACK) versprechen einen genussvollen Nachmittag! Der nächste Band ist übrigens bereits für dieses Frühjahr angekündigt! Lassen wir uns überraschen!

-Bat- Note: 3+


Die Abenteuer der Minimenschen 26    Cover
Gefangen in Zeit und Raum
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,-
T: Seron
Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 26: Voyage entre deux mondes
Nach dem leichten Durchhänger in der letzten Folge jetzt wieder ein spannendes, inspiriertes und lustiges Album! So innovativ und gleichzeitig witzig habe ich das Problem der Zeitreise schon lange nicht mehr gelöst gesehen. Drei Ranxen besuchen die Minis als gleichzeitig zwei Kriminelle, die damals die Kleinen an die Großen verschachern wollten, ausbrechen. Ihnen gelingt es, Cedille als Geisel zu nehmen und mit dem Raumschiff in der Zeit 2000 Jahre rückwärts zu fliehen. Ihre Körper bleiben als Projektionen aber in der Jetztzeit. Sie können mit den heutigen Menschen kommunizieren, sie und die jetzige Umwelt aber nicht berühren. Die heutigen sehen ebenfalls die Körper der Geflohenen, allerdings ist ihnen nicht ersichtlich, warum sie sich gerade einem Meter über oder unter dem Erdboden befinden und warum sie scheinbar durch Wände gehen können. Besonders abstrus wird dieses, als der völlig verzweifelte Schließer einen der beiden Ausbrecher wieder hinter Schloss und Riegel bringen möchte, dieser aber noch nicht einmal Obelix Kräfte braucht, sondern einfach durch die Wände geht.

Kritik:
Schon lange habe ich nicht mehr so gelacht beim Schmökern! Der Funnytipp des Frühjahrs! Die Minimenschen haben nicht zu Unrecht eine Laufzeit, die sich nach Jahrzehnten bemisst und werden immer noch vom ersten Zeichner betreut, der nebenbei auch viele der Abenteuer selber getextet hat. Seron ist einer der ganz Großen wie Herge oder Franquin, wenn ihm auch die ganz große Achtung bisher versagt geblieben ist. Und dieser Band, der auch ohne Vorwissen über die Minis oder ihre Beziehung zum Planeten Ranxerox verständlich ist, ist eine gute Gelegenheit für alle Unwissenden ihre Wissenslücken zu schließen!

-Bat- Note: 1-


Die Abenteuer der Minimenschen 37    Cover
Bingo
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: und Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Hommes 37
Es gibt sie wieder: Nach Jahren der Pause (bis zur 22 hatte es damals der Feest-Verlag geschafft) erscheint das neueste Album zeitgleich in Frankreich, Belgien, Niederlanden und Deutschland! Auch die fehlenden Bände will Eckart Schott schnellstmöglich nachliefern! Zum Inhalt: Wieder einmal führt das große Militär zu kleinen Katastrophen: Aufgrund eines Übertriebenen "Schiffeversenkens" durch die Marine wird die Höhle in Eslapion, in der die aufgrund der Berührung mit einem außerirdischen Meteoriten verkleinerten Menschen Zuflucht gesucht haben, beschädigt. Zwar halten sich die Personenschäden in Grenzen, doch ein Sachschaden hat besondere Auswirkungen; von dem Meteoriten ist nämlich ein Splitter abgebrochen, der von zwei kleinen Jungen, Bingo und Floh, benutzt wird, um Verwirrung in der Welt der Großen zu stiften. Dabei geraten sie in die Gefangenschaft eines Normalen.
Wird es Renaud, Cedille und den anderen gelingen, die Ausreißer zurückzubringen, bevor die Beiden alle normalen Menschen auf die Existenz der Minis hingewiesen haben? Oder wird die Bevölkerung von Eslapion mal wieder gehörig anwachsen?

Kritik:
Wie schön, dass sich in der heutigen Zeit, wo sich die Großen (diesmal Verlage) alle immer mehr von den franko-belgischen Serien abwenden, doch noch einer gefunden hat, um diese Serie weiter zu betreuen. Seron, einer der bekanntesten Franquin-Adepten, und lange als sein Nachfolger gehandelt, beherrscht den klassischen Funny-Aufbau perfekt. Dieser Comic ist ein perfektes Beispiel für eine Ära, aber er ist deshalb nicht langweilig. Die Figuren sind mittlerweile etwas moderner geworden, die Sprache und die Streiche auch, und selbst die Marine versenkt ihre alten Kisten. Neu sind die ausladenden Formen von Cedille, die früher etwas züchtiger durch die bunten Bilder lief, aber vielleicht haben da die Minimädchen Patin gestanden.
Hoffen wir, dass dem Editionsplan nicht die Luft ausgeht. Weiter so!

-Bat- Note: 2+

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Die Minimädchen 1    Cover
Das heilige Dings
BSE (Ab Januar 2002 Carlsen)(P&T Prod.)
Preis: DM 19,80 € 10,-
T: und Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Femmes
Seron ist seit mittlerweile über 40 Alben dafür bekannt, dass er Minimenschen die Weltgeschichte bevölkern lässt. Normalerweise sind die Geschichten allerdings eher lustig (bis trocken) und durchaus geeignet, vom Opa dem Enkel gegeben zu werden, ohne dass selbst komische Eltern etwas dagegen haben. In seiner neuen Serie geht es zwar auch um kleine Menschen, sie sind allerdings weiblichen Geschlechts, wehrhaft und nur auf das Eine aus: den kleinen Wurmfortsatz des Mannes, der sich unter kundiger Anleitung leicht vergrößern lässt. Auf einer kleinen Insel lebt ein (Mini-)Amazonen-Volk, dass aufgrund biologischer Umstände vom Aussterben bedroht ist, denn es gibt keine Männer. Als ein Schiffbrüchiger angespült wird, dessen Zeugungsorgan die vom „heiligen Ding“ vorgegeben Größe erreicht, brechen alle Dämme. Es kommt zum Konflikt zwischen den Schwestern, der soweit geht, dass die eine das Baby der anderen den Schweinen vorwerfen will. Mittendrin steckt der Schiffbrüchige, der seine Macht erkennt (und weidlich ausnutzt), der Brutalität aber scheinbar hilflos gegenüber steht. Wird er das Neugeborene retten können...?

Kritik:
Lustig, wie immer bei Seron gut gezeichnet, nie pornographisch oder eklig und allen Freunden von Dany und ähnlichen Vertretern der frankobelgischen Zeichenkunst wärmstens zu empfehlen. Kennt noch jemand die kurzlebige Reihe „Parodien“? Wer sich damals diese Bände gekauft hat, sollte hier mal einen Blick reinwerfen. Ansonsten kann die Anschaffung für Fans von Seron nicht schaden, da es in absehbarer Zeit wohl kaum eine Werksausgabe geben wird. Die Übersetzung ist allerdings manchmal etwas zu pubertär geraten.

-Bat- Note: 3


Die Minimädchen 2    Cover
...lassen Federn
BSE (Ab Januar 2002 Carlsen)(P&T Prod.)
Preis: DM 19,80 € 10,-
T: und Z: Seron

Inhalt:F-Les Petits Femmes
Im zweiten Band der erotischen Funnies von Seron müssen ein Passagier nebst seinem etwas zurückhaltenden (belgischen) Piloten auf einer kleinen unbekannten Insel notlanden. Dort wird unser Held von einer Minifrau dazu benutzt, ein Baby empfangen zu können. Wenig später taucht eine Mischung aus Minifrau und Henne auf, die ebenfalls befruchtet werden möchte. Diese biologische Besonderheit muss zwar menschlichen sex haben, legt aber Eier. Da die Spezies noch nicht ausgestorben ist, muss zwangsläufig auch ein Hahn auf der Insel sein, der naturgemäß nicht froh über die jetzt aufgetretene Konkurrenz ist. So kommt es folgerichtig zu einem Hahnenkampf... Und dann tauchen auch noch weitere Hähne auf...

Kritik:
Witzig, erotisch und selten unter der Gürtellinie. Natürlich darf man hier keine hochintelligente Kost erwarten, aber für diese Spielart der frankobelgischen Comics ist die Reihe doch ganz gut geraten. Man muss abwarten, wie viele witzige Ideen Seron einfallen, bevor das Ganze langweilig wird, aber bisher ist die Serie noch allen zur Ergänzung der Minimenschen zu empfehlen. Und vielleicht wird sie jetzt ja auch etwas bekannter, da Carlsen einfach einen anderen Verbreitungsradius hat als der kleine B&L-Ableger BSE.

-Bat- Note: 2

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