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Soda

Inhalt:

Deutsche Comics

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Soda 1    Cover
Tote Engel singen nicht
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,-
T: Tome
Z: Warnant

Inhalt:F-Un Ange trépasse
Mit der Neuherausgabe des ersten Bandes von 1988 liegt jetzt endlich eine chronologische Ausgabe bei Salleck vor. Der 11. Band ist für den Winter angekündigt. Auch schon das erste Abenteuer des Cops David Solomon besticht durch den für Tome typischen sarkastischen Witz, der den armen eine Wohnung mit seiner Mutter teilen lässt, die herzkrank und anhänglich ist. Zu allem Überfluss glaubt sie, dass ihre Söhnchen nicht den Beruf seines toten Vaters (Polizist) ausübt, sondern als Priester seiner Berufung nachgeht. Allerdings sind die diesbezüglichen Tarnaktivitäten noch nicht ganz ausgereift... Sodas eigentliche Aufgabe war es, eine Angeklagte zu einer Verhandlung zu bringen. Natürlich kann sie entkommen und ein beschlagnahmter (voller!) Leichenwagen muss die Verfolgungsjagd mitmachen. Nebenbei explodieren noch Häuser, wird geballert, dass das Zeug hält und die Tränendrüse darf auch das eine oder andere Mal in Aktion treten...

Kritik:
Die Zeichnungen von Warnant sind weder der Brutalität des Stoffes noch dem Witz des Ganzen angemessen. Sie sind einerseits zu kindlich und andererseits zu detailarm um neben den aus der heutigen Sicht einfach besseren Arbeiten von Gazzotti bestehen zu können. Trotzdem lohnt sich der erste Band nicht nur wegen der dann geschlossenen Lücke im Regal! Die Entwicklung des Helden und seiner Umwelt, die hier nur angedeutet wird, ist einfach genial zu verfolgen, da die einzelnen Bände zwar in sich abgeschlossen sind und selbständig funktionieren. Viele der späteren Witze sind allerdings, obwohl es keine Anspielungen sind, nicht richtig zu verstehen für jemanden, der nicht alle Bände kennt! Außerdem: Obwohl die Zeichnungen nicht das Gelbe vom Ei sind und die Story noch nicht ganz ausgereift scheint: Gegenüber vielem, was heute den Markt bevölkert und von sich behauptet, innovativ oder böse oder sonst was zu sein, ist auch der erste Band von Soda noch Gold! Nur kann man Soda schon einem Jugendlichen geben, was man bei vielen Ennis-Epigonen lieber vermeiden sollte!

-Bat- Note: 2-


Soda 2    Cover
Briefe an den Satan
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Warnant

Inhalt:F-Lettres a Satan
Ursprünglich bereits im Feest-Verlag erschienen (Bände 1 - 3), jetzt in einer Neuauflage im Rahmen der Komplettausgabe bei Salleck von Eckart Schott, ist dies sozusagen die Entstehungsgeschichte des Cops aus New York, der seinen Tag aus Angst und Ehrfurcht vor seiner Mutter als Priester beginnt wie beschließt. Als Arbeits- (und schnell auch mittel-) loser Provinzler im Schmelztiegel New York bleibt Solomon, David eigentlich nur der Beruf eines Polizisten übrig, doch er hat seiner Mutter versprochen, Priester zu werden... Er versucht über das Schreiben von Horrorgeschichten sein Geld zu verdienen, doch plötzlich sterben die Figuren, die er sich aus dem Alltagsleben als Vorbilder genommen hat genau so, wie es von ihm beschrieben wurde. Hat der geheimnisvolle Nachbar etwas damit zu tun? Eingebettet ist dieser Rückblick in ein Gespräch mit dem Streifenwagenkollegen, der wissen will, warum Soda eigentlich Cop geworden ist.

Kritik:
Schöne Geschichte, schön gezeichnet und endlich wieder lieferbar, da Eckart uns mit einer 1000 Auflage beglückt! Meiner Meinung nach einer der besten aktuellen Semifunnies und mit das Beste, was momentan so an frankobelgischen Sachen auf Deutsch erscheint! (Nicht zu Unrecht wurde Soda fast Zackheld des Jahres!). Die Aufmachung ist wie gewohnt gut und sorgfältig, die Zeichnungen von Warrant fast noch besser weil düsterer als die von Gazzotti, der dann übernimmt! Tipp!

-Bat- Note: 2


Soda 3    Cover
Ein Priester in New York
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt: F-Tu ne buteras point
Mary, Sodas Mutter, die nicht wissen darf, dass ihr Sohn nicht der Priester ist, für den er sich ausgibt, sondern Cop, bekommt Besuch von ihrem Bruder, einem echten Priester aus einem kleinen Kaff in Arizona [Genug Kommata und Verwandtschaftsbeziehungen? So schwierig dieser Satz auch sein mag, der Comic ist es wert!], der natürlich die Tarnung seines nur scheinbaren Glaubens- und Berufskollegen aufdeckt, als die beiden bei einem gefakten Gottesdienst in Sodas gefakter Gemeinde mit echten Kriminellen zusammen mit einer Kollegin namens Tschaikowsky Opfer einer echten Geiselnahme werden. Zu Dritt können sie zwar die Gangster wieder einfangen und größeres Übel verhindern, doch wird Pastor McIntire das Geheimnis verraten?

Kritik:
Eine muntere Geschichte im New Yorker Witzpolizistenmillieu, die mit fast allen Copklischees spielt, die wir so kennen: es gibt schwarze, weiße, jüdische, muslimische, christliche Anspielungen zu Hauf; Witze über Namen, Aussehen, Berufe und Berufungen neben Situatiuonskomik! Alles in allem eine sehr nette Geschichte die jetzt bei einem neuem Verlag wieder lieferbar ist!

-Bat- Note: 2


Soda 4    Cover
Gott Starb heute Nacht
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt: F-Dieu est mort ce soir
Wie in einem guten (TV/Kino-)Krimi beginnt dieser Band mit der Einführung der Protagonisten: ein reicher, aber einsamer Tycoon, ein positiver, aber erfolgloser Zeitungsbesitzer, eine kranke, drogenabhängige ältere Frau und ihr Arzt, der irgendwas am Stecken hat, ein Streetkid, ein Killer, ein Penner, ein bald ziemlich toter Cop und einer, der als Priester verkleidet rumläuft, da seine Mutter nicht wissen darf, dass es Polizist ist. Alle diese Menschen werden zunächst über eine Banknote miteinander in Beziehung gesetzt und was anfangs wie völlig zufällig wirkt, gibt schon schnell ein vielfältig verflochtenes Gewebe. Dabei gibt es Verlierer wie den schon schnell erschossenen Cop, der zu jung war, um in New York zu überleben oder „Gott“, der trotz aller Versuche, ihn umzubringen, eines natürlichen Todes stirbt. Und es gibt Gewinner, denen man fast jede Rolle zugetraut hätte, nur nicht die des Gewinners, denn aus einem Penner oder einem zum Selbstmord entschlossenen werden selten diejenigen, die am Ende mit den Scheinen wedeln können. Und es gibt natürlich noch die üblichen Rollen: der am Ende erfolgreiche Cop – erneut in seiner Paraderolle: Soda - , den wie immer schlussendlich erfolglosen und eingebuchteten Killer und den irgendwie durchrutschenden Jungen, der leben will!

Kritik:
Erneut schaffen es Tome und Gazzotti den PriesterCop über die Runden zu bringen. Brilliante Zeichnungen, perfekt übersetzte Gags, die nicht aufgesetzt wirken, spannende Plots und garantierter Spaß: eine der besten Reihen aus dem frankobelgischen Sektor!

-Bat- Note: 2


Soda 5    Cover
Liebe Deinen Nächsten...
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt: F-Fureur chez les saints
In dieser Folge gibt es nicht nur einen falschen Priester und auch nicht nur einen, der unerlaubterweise im Kloster raucht und schießt; oh nein! Aber von Anfang an: ein Mafiabuchhalter will gegen seine Ex-Bosse aussagen, doch seine kleine Tochter wird entführt. Da es Soda war, der ihn geschnappt hat, glaubt er, der Cop könne auch seine Tochter finden und befreien und verspricht, weiterhin auszusagen, wenn Soda die Tochter rechtzeitig befreit. Die Spur führt in ein Kloster und dort geben sich die falschen Kreuzträger ein Stelldichein. Nach einigen Toten gibt es sogar einen Auszug der echten Kuttenträger. Kann David Solomon die Kleine retten?...

Kritik:
Nach dem Vorabdruck im ZACK jetzt auch als Album bei Salleck! Wie immer glänzend aufgebaut mit vielen Gags und im semirealistischen Stil. Natürlich dürfen Mary, die Aufzugszenen und Miss Tschaikowsky nicht fehlen. Letztere darf ihre humorige Auffassung vom Geschlechterkampf deutlich öfter zeigen, als ihr lieb ist und erstere muss bei ihrem lieben David – wieder ein Mal – sämtliche Gnade walten lassen, zu der sie fähig ist. Und der Held selber ist immer noch gefangen in der Zwickmühle, zu lügen um nicht verletzen zu müssen...
Meines Erachtens neben Helden ohne Skrupel die Serie für alle, denen die Wartezeit auf den nächsten Spirou zu lange ist.

-Bat- Note: 2


Soda 6    Cover
Beichte schnell...
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt: F-Confession Express
Mal wieder will Soda seiner bei ihm lebenden Mutter gestehen, dass er gar kein Priester sondern Cop beim NYPD ist. Bisher konnte er das leider nicht tun, denn ihr krankes Herz vertrug keine Aufregung, doch jetzt, wo ihre Untersuchungen anstehen, glaubt er endlich reinen Tisch machen zu können. Doch davor haben die Götter zunächst einen Tag im Krankenhaus als Prüfung vorgesehen... Und nicht nur das, er muss auch noch auf den grantigen Kater seiner Mutter aufpassen. Während der zweistündigen Wartezeiten zwischen den einzelnen Untersuchungen (deren Aufzählung wohl jeden begeistern wird, der nicht gerade in der gleichen Situation steckt!) gelingt es David Solomon nicht nur, einer Sterbenden den Hinweis auf ihre Mörder zu entlocken, ein Apartment sowie einen alten Mann vor dem Verbrennen durch Benzinbomben zu retten, den Attentäter unschädlich zu machen und eine hochrangige Persönlichkeit zu retten, er schafft es auch noch, immer pünktlich wieder da zu sein (obwohl sein Auto abgeschleppt wird und andere Widrigkeiten dazwischen kommen) und den räudigen Kater wieder einzufangen....

Kritik:
Ein Feuerwerk an Slapstick und netten Gags in Mitten einer hard-boiled Crime-Story! Sauber gezeichnet, kongenial übersetzt, gut gelettert, gut gebunden, was will der Leser mehr! Eine der besten Semi-Funnie-Serien, die derzeit auf dem Markt sind!

-Bat- Note: 2


Soda 7    Cover
Steh auf und stirb
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: DM 19,80
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt: F-Lève-toi et meurs
Der wohl bisher härteste Soda ist ganz im Stil der serie noire geschrieben. Von Anfang an ist dem Leser/Betrachter klar, dass es um einen Mörder geht, der sein nächstes Opfer bereits ausgesucht hat. Soda, der als Priester verkleidete Cop ist irgendwie in diesen Plan verwickelt, denn der Mörder (der, den man anfangs dafür hält, entpuppt sich tatsächlich schnell als derjenige, der etwas zu verbergen hat) schafft es, Sodas Partner von einem kleinen Dealer töten zu lassen um dessen Stelle einzunehmen. Er umgarnt in der Folge seinen Partner so stark, dass man sich fragt, wann David Solomon endlich merkt, dass an diesem Mustercop etwas faul ist. Zumal er endlich damit rausrückt, dass es darum geht, einen angeblich unschuldigen Todeskandidaten einen Tag vor seiner Hinrichtung aus dem Knast zu befreien. Dazu bedarf es allerdings eines Priesters...

Kritik:
Der bisher beste Fall, der eher hardboiled als witzig daherkommt und trotzdem in seinen kleinen Hintertürchen den typischen Humor von Tome offenbart. Wer die Serie nicht kennt, sollte mit diesem Band nicht einsteigen, da er etwas atypisch ist, er stellt aber einen absoluten Höhepunkt der Abenteuer des New Yorker Polizisten dar!

-Bat- Note: 2+


Soda 8    Cover
Mordet in Frieden
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,00
T: Tome
Z: Gazzotti

Inhalt:F-Tuez in Paix
Und wieder muss der gute David Solomon seinen Herzenswunsch aufgeben: auch in diesem Abenteuer schafft er es nicht, seiner Mutter Mary seinen wahren Beruf zu beichten! Im Endeffekt erweist sich dieses Problem aber (wie üblich) als ein sehr geringes Übel, denn Mary wurde von einem zur Strecke gebrachten Boss als Zielscheibe auserkoren. Im Internet hatte er einen Steckbrief schalten lassen, der mit Foto und detaillierter Beschreibung eine Unsumme für die Tötung verspricht. Natürlich kommen nicht nur Amateure, auch Profis versuchen ihr Glück und just zu diesem Zeitpunkt beschließt Mary, dass die Stadt gar nicht so schlimm sei, wie sie immer gedacht habe. Da ihre neue Freundin an den Rollstuhl gefesselt sei, müsse sie ihr doch helfen...

Kritik:
Heftige Sprüche, heftige Action und ein gut durchdachter Plot, der so ziemlich bei jedem guten Krimi klaut, was das Zeug hergibt. Herausgekommen ist eine rasante Story, die sich mal auf eine andere Weise mit Mary beschäftigt. Diese Serie ist halt eine der besten, die momentan auf dem Markt zu bekommen ist. Deshalb die unbedingte Empfehlung, zuzuschlagen!

-Bat- Note: 1


Soda 9    Cover
Und erlöse uns von dem Bösen...
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,00
T: Tome
Z: Gazzotti
Inhalt:F-Et délivre-nous du mal
Und wieder muss der Cop, der sich nur aus Liebe zu seiner Mutter Mary als Priester tarnt, alle Register seines schauspielerischen Könnens ziehen, um nicht enttarnt zu werden. Ging das Spielchen in New York mittlerweile ganz gut und vor allem routiniert vonstatten, muss sich David Solomon in seinem Geburtsstädtchen Providence schon mehr anstrengen. Und genau dort führt ihn Mary hin. Wie gut, dass wenigstens der ortsansässige Pfarrer Fortescue die Wahrheit kennt. Als Problem erweist sich allerdings die Tatsache, dass Davids Vater scheinbar nicht der Cop war, der er vorgab zu sein, oder weshalb sollten einige Herren so viel Angst bekommen, dass sie Soda erst bestechen und dann umbringen wollen? Aber auch sonst gibt es reichlich Action in diesem beschaulichen Kaff!

Kritik:
Ein ganz anderer Soda, der sich dieses Mal nicht mit Großstadtproblemen herumschlagen muss. Die Schatten der Vergangenheit und des – wegen des frühen Todes übergroßen – Vaters sind es, die dem Helden das Leben schwer machen und die phantastisch umgesetzt werden. Das Spielen mit Bildern, die sich in nichts auflösen, die klasse gezeichnete weite Wildnis und die biblische/göttliche Hilfe durch die Elemente machen diesen Band zu einem Genuss erster Güte! Auch wenn der Band nicht ganz typisch für die ganze Serie ist, er ist auf jeden Fall eine Einstiegsdroge für alle, die erstmal reinschnuppern wollen!

-Bat- Note: 1


Soda 10    Cover
Das weiß nur Gott allein
Salleck Publications ( Dupuis )
Preis: € 10,00
T: Tome
Z: Gazzotti
Inhalt:F-Dieu Seul le Sait
Wieder beginnt ein Tag im Leben des David Solomon mit einer Lüge und wieder beschließt er, es seiner Mutter endlich zu sagen, dass er in Wirklichkeit kein Priester sondern Cop ist. Doch dieser Tag wird anders werden! Geradezu prophetisch hatte Soda schon geträumt, dass er mit einem tätowierten Kreuz an Land gespült wurde, denn in diesem Band soll er das erste Mal wirklich Priester werden... Bei einer wilden Verfolgungsjagd gerät Soda, der aufgrund eines defekten Aufzuges noch seine Priesterklamotten trägt mit seinem Fahrzeug in ein Schaufenster. Bei dieser Aktion hat er leider einen Teil seines Gedächtnisses verloren, so dass er sich jetzt selbst für einen Priester hält. Ein netter New Yorker, der ihn für angetrunken hält bringt ihn in eine Kirche, wo gerade eine Vertretung erwartet wird. Natürlich hat sich auch der Auslöser der Verkehrskatastrophe in eben diese Kirche geflüchtet, so dass Sodas Kollegen ebenfalls dort auftauchen. Sie wollen von seiner „neuen“ Identität allerdings nichts wissen und versuchen ihn wieder zu dem harten Cop zu machen. Selbst Mary ist sehr verwundert, als ihr David plötzlich so anders (und christlich abgehoben) ist. Dann kommt es zum großen Shoot-Down in der Kirche. Kann Linda David retten?

Kritik:
Eine spannende Story, die im Vergleich zu anderen Krimiserien wohl eine 1+ verdient hätte, bei dem hohen Standard der vorigen Bände allerdings das Niveau nicht ganz halten kann. (Wie gut, dass der 11er wieder eine Granate ist!) Perfekte Zeichnungen, eine Story, die jedem Actionhero zur Ehre gereichen würde, bissiger Humor und Sprüche, die Ed McBain auch nicht besser hinbekommen könnte. Eindeutig ein Muss für alle Krimi/Thriller- und/oder SemiFunnie-Fans!


-Bat- Note: 2+


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