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ZACK Teil 1

Inhalt:

Deutsche Comics

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Zack 19    Zack 20    Zack 21    Zack 22   
Zack 23    Zack 24    Zack 25    Zack 26   
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weiter ab Heft 31



Zack 15    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt: Titelstory ist dieses Mal eine abgeschlossene Kurzgeschichte von Pierre Serons "Minimenschen" über eine inszenierte Inszenierung. Die Bank in Eslapion wird ausgeraubt und Renaud versucht, die Räuber zu stellen, bevor sie bei den "Großen" Schaden anrichten können... Abgerundet wird das Ganze durch einen Artikel über und ein Interview mit Pierre Seron sowie einer Comicographie. Außerdem gibt es Fortsetzungen der Abenteuer von Luc Orient, den Abrafaxen und Solon sowie der Artikel über Blueberry und das Comic-Werk von Hergé und Onepager von Melusine sowie von Ruthe. Kritik:
Mittlerweile ist das "neue" Zack gar nicht mehr so neu und hat sich etabliert. Auch die Verkaufszahlen sind stabil genug! Allen Unkenrufen zum Trotz ist also ein frankobelgisches Magazin mit deutschem Einschlag (sogar im Horrorgenre!) möglich. Erstaunlich ist auch, dass mittlerweile fast alle Zackserien wieder deutsche Albenverleger gefunden haben! Weiter so!

-Bat- Note: 1



Zack 16    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Die Titelgeschichte ist in diesem Heft wieder eine Kurzgeschichte: Spoon & White von Léturgie/Yann/Léturgie. Die beiden sind die einzigen weißen Cops in einem sonst "schwarzen" Revier und ziemlich blöd. In dieser folge haben sie es mit einer Geiselnahme in einer Schule in der Bronx zu tun. Spoon versucht den Kidnapper zu entwaffnen, doch die Schulkids versuchen, die Gunst der Stunde zu nutzen und die Schule zu sprengen... Auch Velbi kann in einer Kurzgeschichte die Serie "Albert & Co." präsentieren, während es sich bei der (schon wieder) Kurzgeschichte "Helden inklusive" von Andreas Schulze um eine Stand-alone-Story handelt. Abgewrackte Gestalten präsentieren an Deutschlands bekanntestem Ort, dem Tresen, ihre Version von "ich-möchte-bei-Wetten-Dass-mitmachen"... Desweiteren wird "Luc Orient" fortgesetzt und "Solon" sowie die "Abrafaxe" finden ihren Abschluß.

Kritik:
Nun ja, die Sammlung von abgeschlossenen Geschichten hat ja was für sich, aber von Velbi gibt es sicherlich bessere Geschichten. Auch Spoon & White mögen ja ganz witzig sein, dieser Happen langt nicht aus, um richtig Appetit zu machen. Vorbildlich sind weiterhin der einführende Text zu den Geschichten (!) und die Artikelreihe über Hergé.

-Bat- Note: 2



Zack 17    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Titelheld ist dieses Mal der Flieger James Bigglesworth, Namensgeber der Serie Biggles, die in Albenform auf Deutsch bei comicplus+ erscheint, mit dem ersten Teil einer Kurzgeschichte. Klassische Kriminalklamotte mit trinkfesten englischen Haudegen. Wie immer bei Zack wird das ganze mit einer Einführung und einer Comicografie versehen! Außerdem gibt es den ersten Teil des neuen Soda-Abenteuers (Lesen!), die 4. Fortsetzung des letzten Luc Orients, dessen Zeichner Eddy Paape gerade auf der Comic Action in Essen anwesend war sowie den Start eines Zweiteilers von Andreas Kukuk mit einer Persiflage über Reality-Extrem-Game-Shows. Dazu kommen natürlich noch die beliebten Onepager Cubitus, Dr. Sammler und Ruthe!

Kritik:
Wie immer redaktionell gut eingebettet in interessante Artikel und Dokumentationen bringt Zack auch diesen Monat eine gute Mischung aus klassischem Frankobelgischen und neuem Material. Unbedingt empfehlenswert!

-Bat- Note: 2-



Zack 18    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Ach ja, lang ist es her, da erschienen die Bände 1 + 2 einer neuen Serie Marshall Blueberry und ein dritter sollte folgen, doch die Winter gingen ins Land und nichts geschah... Dann begab es sich aber, dass William Vance durch Michel Rouge ersetzt wurde und das Szenario von Giraud konnte endlich umgesetzt werden! Der erste Teil davon also nun im Vorabdruck! Zwar nur sechs neue Seiten, aber schon geht das erste Haus in die Luft... Ansonsten gibt es den zweiten Teil des neuen Soda-Abenteuers von Tome und Gazzotti mit einem folgenschweren Verkehrsunfall und einem trinkenden Pfaffen, den spannenden Abschluss des Luc Orient-Abenteuers von Paape und Greg und die Zweiteiler Biggles und Das Millionenspiel werden ebenfalls beendet. Abgerundet wird diese Ausgabe neben den wie immer guten Sekundärbeiträgen (Rouge, Fearn, Hergé, Buchmesse) von Onepagern mit Cubitus und Zuckerfisch sowie Ruthe.

Kritik:
Zack hat sich etabliert und wird immer besser, da mittlerweile Vorabdruckverträge mit fast allen Verlagen des frankobelgischen Comicsektors existieren! Auch der Anteil und die Qualität an weiterführenden/erläuternden Artikel ist sehr gut. Mal sehen, was Zack in ein paar Jahren macht, aber jetzt ist es zumindest ein Muss! Wahrscheinlich war das auch mit ein Grund, den Machern die Aufgabe der täglichen Messezeitung während der Frankfurter Buchmesse mit dem Schwerpunkt Faszination Comic zu übertragen. Die Abonnenten bekamen die fünf Ausgaben übrigens mit der Post; lobenswert!

-Bat- Note: 2-



Zack 19    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Was für eine Ausgabe: Marshal Blueberry (in Fortsetzung), Jeremiah und XIII neu für die Liebhaber der alten Serien der absoluten europäischen Spitzenklasse! Dazu die erste Tungageschichte, die schon damals nicht das Beste war und Soda (in Fortsetzung) als Vertreter der heutigen Spitzenkönner! Dazu gibt es drei Onepager: Dr. Sammler, Ruthe und - leider in Memoriam - Cubitus, da Dupa verstorben ist.

Kritik:
Da zusätzlich auch noch Artikel über XIII, das alte Zack und Aidans nebst einem Interview mit William Vance geboten werden, muss man schon ein echter Verächter frankobelgischer Comics sein, wenn man hier nicht zuschlagen würde. Wenn 2001 so weitergeht, wie es hier in der ersten Ausgabe dieses Jahres beginnt, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen! Also: Virus, der du da kommst von Dino und Splitter, ich sage dir: bleibe, wo du seist, oder besser, verschwinde in andere Dimensionen, aber traue dich nicht an dieses Magazin!

-Bat- Note: 1



Zack 20    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Von außen sieht diese Ausgabe fast so aus wie eine aus den alten Glanzzeiten: Jeremiah (damals noch David Walker) als Hauptfigur, ergänzt durch Tunga und Blueberry! Dazu kommen Soda und XIII, wobei letztere ja von William Vance gezeichnet wird, der damals mit Bruno Brazil vertreten war sowie die Onepager Ruthe und Dr. Sammler. Trotzdem ist dieses Magazin keineswegs veraltet (und schon gar nicht schon damals veraltet, wie neulich ein Kritiker anmerkte!), sondern bietet einen guten Querschnitt durch das klassische frankobelgische Marktsegment! Natürlich wird der Leser hier keine Tittencomics finden und auch seltenst Comix, aber das erwartet ja wohl ernsthaft auch keiner, oder? Was es dafür gibt, sind qualitätsmäßig gute bis sehr gute Vorabdrucke von Alben, die von (neudeutsch) Kreativteams abgeliefert werden, die schon ein bisschen Erfahrung haben und meistens in der Lage sind, spannende und oder witzige Geschichten zu liefern. Die Genres reichen dabei vom Western über Abenteuer, Thriller, SF/Fantasy bis zu Geschichte. Heute wird keine Geschichte beendet oder begonnen, insofern ist nicht viel Neues zu berichten. Sekundärmaterial gibt es zu Hermann und Aidans.

Kritik:
Es bleibt nicht mehr viel zu sagen, nachdem alles relevante eben schon gesagt worden ist! Ach ja, es stehen wieder Wahlen an: Der Goldene Ventilatorknabe 2000 und der Zackheld 2000 werden gesucht. Beteiligt euch!!!!

-Bat- Note: 1



Zack 21    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Zwei Fortsetzungsgeschichten finden in dieser Ausgabe ihr Ende: Sodas Kampf mit seinem Gedächtnis und Tungas „Origin-Story“. Fortgesetzt werden Marshal Blueberry, XIII und Jeremiah, während Ruthe und Melusine ein kurzes One-Pager-Stelldichein geben dürfen. Dazu gibt es ein Interview mit Tome und den vierten Teil der „Das war Zack“-Reihe.

Kritik:
Das Interview mit Tome lohnt schon fast alleine die Anschaffung! Ansonsten sind die Comics halt nicht alle besonders neu (Tunga ist eben nicht klassisch, sondern ein Klassiker), dafür aber auch vom Niveau her ziemlich gut. Ich bin gespannt, wie lange Zack dieses halten kann. Nein, diese Frage stelle ich mir nicht nur wegen des Artikels über das alte Zack, das genau mit diesem Problem zu kämpfen hatte! Wenn ich an damals zurückdenke, so glaube ich, das die Leserschaft heute eine andere ist, denn damals waren es hauptsächlich Kids, heute sind die meisten Zack-Leser weit über 30, oder? Das bedeutet, sie haben mehr Geld für ihr Hobby zur Verfügung und springen nicht so schnell ab!

-Bat- Note: 2+



Zack 22    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Titelheld ist in dieser Ausgabe die neueste Erfindung des deutschen MAD/Computer-Bild-Stars Ruthe: Jay Jay. Jay Jay ist Keyborder und musikalischer Kopf einer neuen Band, die an die Spitze will. Leider sind weder die übrigen Bandmitglieder echte Könner, noch wollen das Umfeld und die Umstände, dass sich ein wirklicher Erfolg einstellt. Die Reihe von Kurzgeschichten ist eher für die Liebhaber der One-Pager von Ruthe als für Liebhaber der übrigen in Zack abgedruckten Comics, aber auch das muss wohl mal sein... Ganz witzig sind sie jedenfalls, wenn sie in kleinen Portionen serviert werden... Ansonsten gibt es Fortsetzungen der (spannenden!) Geschichten XIII, Marshal Blueberry und Jeremiah, den ersten Teil eines neuen Franka-Abenteuers, noch einmal Ruthe, Dr. Sammler, Morgenland, den lustigen Berber und Cubitus als Gagstrips und „sekundärisches“ über Carl Barks, den neuen Asterix und: Ruthe.

Kritik:
Ein bisschen viel Ruthe, sonst ein sehr ordentliches Heft! War bei diesen Fortsetzungen aber auch zu erwarten, denn damit kann man eigentlich nichts mehr falschmachen, oder erwartet jemand ein falsch zusammen gelegtes, schlecht kopiertes Klammerheft? Nein, oder?

-Bat- Note: 2-



Zack 23    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Die Story um Marshal Blueberry findet ihr feuchtes Ende, denn auch der letzte der Sidekicks, McClure taucht noch auf! XIII und Jeremiah werden dagegen nun doch noch nicht beendet, da die Seitenzähler in der Redaktion nicht so genau gerechnet haben, wie sie es vielleicht hätten sollen. Was soll´s, gibt es im nächsten Heft noch Mal etwas von den Zack-Helden 8 + 9 (denn auch die Preisträger „Zack-Held“ und „Goldener Ventilatorknabe“ 2000 gibt es in dieser Ausgabe). Fortgesetzt wird auch die neue Geschichte von Franka. Zum ersten Mal in Albumlänge dürfen Spoon und White ran, zwei weiße Polizisten in einem ansonsten rein schwarzen Polizeirevier, die im Stile von Actionfilmen ein Feuerwerk von Gags und blauen Bohnen abfeuern dürfen. Dazu kommen dann die One-Pager von Melusine und Ruthe sowie Morgenland, ein Interview mit den Léturgies zum Start ihrer Spoon und White-Serie sowie ein Porträt von Frank Cho.

Kritik:
Auch wenn Spoon und White meiner Meinung nach nicht unbedingt allererste Sahne ist, die Mischung dieses Heftes stimmt auf jeden Fall. Schließlich sind bis auf Ruthe (und Morgenland) auch alle (!!!) unter den ersten 10 der Zack-Helden des letzten Jahres vertreten, obwohl die beiden Cops erst mit einer einzigen Kurzgeschichte vertreten waren und Melusine es als Onepager so einfach auch nicht haben dürfte. Auch die redaktionelle Begleitung und die News sind wieder gut ausgewählt! Weiter so!

-Bat- Note: 2+



Zack 24    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Titelheldin ist dieses Mal Franka, deren zweiter Storyteil dafür extra lang ist. Rix und Franka dürfen sich auf der Jagd nach Esmee in bzw. mit geklauten Weihnachtsgeschenken vergnügen, nach Guadeloupe fliegen und sich durch Nobelvillen schleichen. Dabei wird deutlich, dass Henk Kuijpers insbesondere bei der Anatomie seiner Heldin gegenüber den ersten Bänden echte Fortschritte gemacht hat... Beendet werden in diesem Heft die aktuellen Abenteuer von XIII und Jeremiah. Dazu gibt es Spoon & White Teil 2 sowie Gags von JayJay, Cubitus, Ruthe und Dr. Sammler. Im Sekundärbereich wird der Zack-Jahrgang 1976 aufbereitet, in dem das alte Zack beinahe zum zweiten Primo geworden wäre. Dazu ein Bericht von der Buchmesse in Leipzig.

Kritik:
Wie bisher fast immer eine gelungene Ausgabe mit einer schönen Mischung aus Gag, Semifunnie und Thriller/Abenteuer. Langsam gibt es immer mehr Werbeseiten im Zack. Das zeigt zwar einerseits, dass sich das Magazin etabliert hat und eine Einstellung also unmittelbar nicht bevorsteht, was sehr schön ist. Andererseits darf es mehr aber auch nicht werden, da es dann nur noch nervt!

-Bat- Note: 2+



Zack 25    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Das erste richtige Jubiläumsheft ist also auch geschafft; leider gibt es kein Überraschungsgimmick! Als Neuerung wird aber der Zack-Shop präsentiert, in dem jetzt neben den alten Ausgaben auch Alben aus den kleineren frankobelgischen Comic-Verlagen bestellt werden können. Für alle, die keine Buchhandlung am Ort haben sicherlich ein Vorteil... Im Ernst, es kann doch keiner behaupten, dass man vorher seine Sachen nicht bekommen konnte! Aber ein netter Service, der natürlich vom Platz für Bildgeschichten abgeht, ist es schon. Insbesondere, da man z. B. die Zack-Sonderhefte nicht bestellen kann! Vergessen?? Zum Heft als solchem: Neben den Fortsetzungen von Franka (gut!) und Spoon & White (überhaupt nicht mein Fall) gibt es eine Kurzgeschichte aus der Reihe Baker Street, eine Sherlock Holmes-Persiflage, und den ersten Teil einer neuen Mittelalter-Serie Shane sowie Onepager von Ruthe, Melusine und Dr. Sammler. Im gewohnt guten Serviceteil gibt es zu den neuen Reihen Serienporträts, ein Interview mit Hermann, Berichte über Veranstaltungen in München und Köln sowie einen Artikel über Sherlock Holmes im Comic. Weiter so!

Kritik:
Der Artikel hätte entweder einen anderen Autoren haben sollen oder ein anderes Ende. So ist der Selbstwerbungsteil etwas peinlich geraten, was dem ansonsten sehr guten Artikel schadet. Die Beiträge über die neuen Serien und das Interview sind dagegen von gewohnt guter Qualität und hohem Nutzwert. Spoon & White wird meiner Meinung nach von Folge zu Folge schlechter. Sinnloses Geballere gepaart mit schlechten Sprüchen, rassistischen Vorurteilen und Witzen auf dem Niveau eines Fünfjährigen. Wo sind bloß gute Team-ups wie Harry und Platte oder Sammy und Jack geblieben? Oder ist das heutzutage nicht mehr zeitgemäß?

-Bat- Note: 2+



Zack 26    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90
Magazin

Inhalt:
Und wieder startet eine neue Serie im Zack, dieses Mal sogar zeitlich ganz dicht am Original: Wayne Shelton ist das neue Projekt von Jean van Hamme und Christian Denayer. Die Geschichte ist eigentlich schon fast zwanzig Jahre alt, denn in den 80ern hatte van Hamme den Plot bereits ausgearbeitet. Eine Realisierung war aber gescheitert. Nun wird die Serie um einen älteren Herren, der eine Mischung aus Sean Connery und Bruno Brazil zu sein scheint, von einem alten Zack-Bekannten (Rolf Thomsen) zu Papier gebracht. Ein vielversprechender realistischer Abenteuer-Auftakt! Fortsetzungen gibt es von Shane und Spoon & White, während das siebzehnte Abenteuer von Franka sein spannendes Ende findet. Dazu ein Onepager von Ruthe und eine Kurzgeschichte von Cava und Raul, Der König des Kongo, die sich im Stil deutlich vom Rest abhebt. Mehr solche Experimente wären zu wünschen! Der Serviceteil hat ein Interview mit dem Wayne Shelton-Zeichner zu bieten, in dem es natürlich auch um die alten Projekte geht.

Kritik:
Wenn es nicht Spoon & White in dieser Ausgabe gäbe, hätte sie glatt eine 1 verdient, denn sowohl der neue Fortsetzer als auch die Kurzgeschichte sind deutlich in der Oberklasse anzusiedeln. Bei Shane bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze aus guten ersten Eindrücken weiterentwickelt und Franka ist Geschmackssache. Inzwischen wird das Zack auch immer mehr dem Magazincharakter gerecht, tummeln sich doch immer mehr Anzeigen und als redaktioneller Beitrag getarnte Anzeigen im Heft. Leider geht das auf Kosten des zweiten Beitrags, aber alles ist im Fluss, oder wie?

-Bat- Note: 2+



Zack 27    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90 €4,55
Magazin

Inhalt:
Nach langer Zeit des Wartens startet in dieser Ausgabe der Vorabdruck des fünften M&M-Abenteuers. Dazu gibt es wie immer eine Einführung in die Serie und ein Interview, dieses mal mit Felix Meynet, dem Zeichner! Die Geschichten spielen in der Schnittmenge aus Gag, Abenteuer, 60er Jahre, Funnie, Krimi und Erotik und bilden eine echte Bereicherung! Dazu gibt es Fortsetzungen von Shane und Wayne Shelton, das Ende von Spoon & White, One-Pager von Ruthe, Dr. Sammler und Cubitus sowie eine Kurzgeschichte zum Abrafaxe-Kinofilm. Der Serviceteil beinhaltet zusätzlich zu dem eben angesprochenen einen Artikel über das alte ZACK.

Kritik:
Eine etwas schwächere Nummer, die trotzdem jedem zu empfehlen ist. Meine Abneigung gegen eine jetzt beendete Serie dürfte allen bekannt sein und auch die Abrafaxe reißen mich dieses Mal absolut nicht vom Hocker, da die Bilder zu sehr nach abfotografierten Zeichentrickszenen aussehen, der Aufbau dementsprechend statisch ist und der Inhalt zudem noch langweilig. Ansonsten ist es aber wieder ein guter Querschnitt durch aktuelle Serien geworden. Weiter so!

-Bat- Note: 2-



Zack 28    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90 €4,55
Magazin

Inhalt:
Das angekündigte Highlight, ein Ausschnitt aus dem neuen Werner, fand dann doch nicht statt! Dafür gibt es denn aber wenigstens den Service-Teil zur wohl bekanntesten deutschen Comic-Serie! Außerdem werden Shane, M&M und Wayne Shelton fortgesetzt. Einseiter dieses Mal von Ruthe (2x) und Kaktus (Laska-Comics; sehr witzig!). dazu kommen (leider) wieder drei Seiten Abrafaxe. Die Serie ist an sich ja wirklich spitzig, kurzweilig und auch ganz vernünftig vom Artwork her; aber das, was im letzten und diesen Heft geboten worden ist, ist allerletzte Qualität! Dazu kommen Werbung, Werbung und Werbung, Vorschau und Shop sowie ein Reisebericht über den Parc Asterix.

Kritik:
Meiner Meinung nach ein eher durchwachsenes Heft, da zuviel Uninteressantes vorhanden ist: zuviel Werbung, zuviel Ruthe und zuviel (schlechte) Abrafaxe. Die Storys sind entgegen der im Comicforum zum Teil geäußerten Kritik nicht schlecht! Shelton ist eine traditionell gezeichnete Abenteuer/Krimi-Story, die wie auch Bruno Brazil oder einige Andy Morgan-Abenteuer gut in das ZACK passt. M&M ist ein gelungener Versuch, Tim und Struppi sowohl zu persiflieren als auch gleichzeitig zu modernisieren. Und Shane ist halt ein Historiencomic. Man mag sie oder eben nicht, aber der Platz für eine Veröffentlichung ist eben genau hier und nirgendwo sonst. Nur sollten sich die Herausgeber wirklich mal überlegen, ob nicht bei der Anzahl von Werbungskunden eine Erhöhung der Seitenzahl oder wenigstens ein Gimmick angebracht wäre! Wie wäre es beispielsweise mit einem Poster des ZACK-Helden des Jahres oder einem Variant für Abonnenten? Ansonsten braucht das ZACK die Konkurrenz des Magic Attack nicht zu fürchten, da beide völlig verschiedene Klientel bedienen!

-Bat- Note: 2-



Zack 29    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90 €4,55
Magazin

Inhalt:
Diese Ausgabe hat zwar mehr Seiten, die gefüllt werden können, da sich die Macher glücklicherweise dazu durchgerungen haben, den umfang bei großem Anzeigenaufkommen zu erhöhen, dafür gibt es aber auch eine geballte Ladung Abrafaxe... Ok, der Film ist gerade fertig und hat viel Geld gekostet und eine Promotionnummer sei ihnen gegönnt! Immerhin geht es nicht nur um den Film; es startet auch das nächste große Comicabenteuer, das Sequel zu Robin. Shane wird abgeschlossen und M&M sowie Wayne Shelton gehen in die nächste Runde.Dazu kommen Melusine und Ruthe sowie ein weiterer Teil der Artikelreihe über das alte ZACK und Werbung (die sich ja aber dieses Mal auch für den Leser direkt auszahlt!).

Kritik:
Die Sekundärsparte ist etwas filmlastig, aber das wird sich ja wieder ändern. Für Abrafaxe-Fans ist dieses ZACK jedenfalls ein Muss, so dass vielleicht sogar neue Leser-Scharen erschlossen werden können. Schade, dass es mit der Buchmessen-Zeitung nicht geklappt hat! Im nächsten Heft wird das ZACK erneut ohne alten Helden auskommen und schon wieder Neuland betreten, denn das erste Mal wird ein als Underground angetretener Szene-Held das Magazinlicht schnuppern können: RUDI.

-Bat- Note: 2-



Zack 30    Cover
Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag
Preis: DM 8,90 €4,55
Magazin

Inhalt:
Titelheld ist erstmals der deutsche Independent-Star: Rudi. Werner, das kleine Arschloch und der bewegte Mann haben alle mittlerweile den Indi-Markt verlassen, auf dem sie begonnen haben, Rudi ist immer noch eigentlich ein reiner Szene-/Stadtzeitungsstrip, der nur dann im Album auftaucht, wenn es genügend Seiten für die Zweitverwertung gibt. In diesem ZACK gibt es denn auch gleich eine Premiere: nach 14 Jahren die ersten kolorierten Seiten! Und dem Meister Peter Puck haben sie ausweislich des ebenfalls abgedruckten Interviews sogar gefallen. Dazu gibt es den vierten Teil der M & M-Story, die langsam dem Höhepunkt entgegenstrebt, den fünften Teil des routiniert erzählten und gezeichneten Wayne Shelton, die Fortsetzung des zweiten Robin-Abenteuers sowie One-Pager von Melusine und Ruthe, Halfpager mit den Frühreifen, den Haiopeis, Morgenland und Brösig, sowie Interviews mit Puck und Batem, die Mail Art Spiegelmans, in der er begründet, warum er dieses Jahr nicht zur Frankfurter Buchmesse kommen konnte und neugestaltete Infoseiten mit vielen interessanten Neuigkeiten, Hinweisen, kleinen Rezensionen und News. Dazu allerdings auch ein gehöriger Batzen Werbung!

Kritik:
Was die Informationen anbelangt, ist diese Ausgabe wohl eindeutig eine der Besten überhaupt bisher! Auch die Comicauswahl ist nicht schlecht, wenn auch in dieser Nummer der absolute Reißer ein bisschen fehlt. Die laufenden Sachen sind zwar alle gut, irgendwie passiert aber in diesen Folgen – so wichtig sie für den Fortgang auch sind – gerade nicht das Mitreißendste. Und Rudi ist zwar (schon immer) klasse, 5 Seiten sind dann eben aber selbst bei der immensen Textmenge schnell vorbei... Lobend zu erwähnen ist noch, dass nicht nur zwei Cartoons mit den Haiopeis abgedruckt werden, nein, es gibt auch noch Kurzinfos zum Erfinder Thomas Siemensen und ein Gewinnspiel! Was bleibt? Ein herzlicher Glückwunsch zu den ersten 2 ½ Jahren! Tusch!

-Bat- Note: 2-

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