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Top Cow Sonderheft

Inhalt:

Deutsche Comics

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Top Cow Sonderheft 5    Top Cow Sonderheft 6   
Top Cow Sonderheft 7    Top Cow Sonderheft 8   
Top Cow Sonderheft 9    Top Cow Sonderheft 10   
Top Cow Sonderheft 11    Top Cow Sonderheft 12   




Top Cow Sonderheft 1    Cover
Tales of the Witchblade 1
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Z., Finch/Wohl
Z: Daniel, Finch
Inhalt:US-Tales of the Witchblade 1+2
Eigentlich wollte infinity auch die Serien Tales of the Witchblade bzw. The Darkness die frühere TrägerInnen der Artefakte zum Gegenstand haben als Reprint und Neuausgabe in eigenen Reihen in Kiosk- und Prestigeversionen veröffentlichen, doch die amerikanische Kontinuität bei den Originalen macht mal wieder den deutschen Verlagen einen Strich durch die Rechnung. Einfache Lösung dieses Problems: Die Reihe TopCowSonderheft, in der jetzt alles kombiniert erscheinen soll. Den Vorzug sollen dabei möglichst neue Abenteuer haben. Den Anfang machen jedoch die beiden ersten TotW-Ausgaben. Zunächst geht es um Anne Bonney, eine Piratin, die sich von der Witchblade auf wie immer relativ blutige Weise ausgesucht wurde. In sehr schön gezeichneten Bilder gibt es bei dem Aufeinandertreffen zweier verfeindeter Piratenmannschaften auf einer Schatzinsel nur wenig Überlebende. Die zweite Geschichte spielt im Sizilien des 13. Jahrhunderts in einem Kloster. Eine junge Frau wird dort versteckt gehalten, da sie die Thronerbin ist. Nach einer missglückten Vergewaltigung wird ihre Identität jedoch an den Feind verraten und die Mönche versuchen sich die Witchblade, die sie als einzige Chance für das Überleben ansehen, überzustülpen. Natürlich kann unsere Heldin noch eingreifen, bevor alle tot sind.

Kritik:
Zum Verständnis des Charakters der Witchblade tragen diese Abenteuer anderer Trägerinnen nur bedingt bei, da sie keinen bestimmten Schema folgen. Auf Dauer werden daraus aber Steinchen für Steinchen neue Gesichtspunkte gewonnen werden können. Außerdem besteht durch diese Einzelabenteuer die Möglichkeit, in die Stile verschiedener Autoren und Zeichner in “vertrauter Atmosphäre” Einblick zu gewinnen.

-Bat- Note: 2-



Top Cow Sonderheft 2    Cover
Tales of the Darkness 1
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Haberlin, Coney
Z: Portacio
Inhalt:US-Tales of the Darkness 1+2
Ein zweiteiliges Abenteuer aus der Zukunft der Darkness, das den “alten Splitterhasen” schon bekannt ist. Der Träger der Darkness ist Herrscher der ganzen Galaxis. Der ganzen Galaxis? Nein, ein kleines Häufchen unbeirrbarer Aufrechter hält die Flamme des Lichtes aufrecht und versucht den Tyrannen zu stürzen... Ein Frachtschiff wird aufgebracht und enthüllt eine Ladung mit verbotenen Waffen. Aufgabe der Besetzung war es, diese Waffen zu einem Zentrum der Rebellion zu bringen um dort eine Falle für die Finsternis zu konstruieren.
Auf einer zweiten Ebene wird die Geschichte von Gilandra erzählt, der einzigen, die beinahe die Gemahlin des Trägers der Darkness geworden wäre. Wir erinnern uns: sobald der Träger seinen Samen in den fruchtbaren Körper einer Frau eingebracht hat, geht die Macht über und er stirbt. Gilandra wurde aber im letzten Moment getötet, und zwar auf betreiben von Vasall, der Begleiterin des Herrschers, die über immense Psikräfte verfügt. Der erste Offizier des aufgebrachten Schiffes ist Sula, die Tochter von Gilandra. Auch ihr gelingt es fast, Ehefrau des Herrschers zu werden, bevor Vasall ein weiteres Mal den Akt verhindert. Trotzdem schafft es Sula, den Träger der Finsternis in das Licht zu bekommen, indem er sofort zerfällt. Das Ende? Nein, denn wiederum wurde die Rechnung ohne Vasall gemacht.

Kritik:
Ein nettes Märchen vom Ende der Zeit, das von (zu vielen) bekannten Geschichten inspiriert worden ist. Die Zeichnungen sind gut, wie bei einer Top Cow Produktion auch nicht anders zu erwarten, aber die Geschichte trägt weder zur Aufhellung der mysteriösen Begleiterscheinungen der Macht der Darkness noch zur Aufhellung des TopCowUniversums als solchem bei. 1998 sicherlich eine Bereicherung, heute? Infinity hätte lieber aktuelle Titel der Tales-of-Serien bringen sollen!

-Bat- Note: 3+



Top Cow Sonderheft 3    Cover
Tales of the Witchblade 2
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Ellis
Z: Tan/Ching, Tan
Inhalt:US-Tales of the Witchblade 3+4
Manhattan, in der Zukunft: die meisten Probleme sind gelöst; es gibt keine Umweltverschmutzung mehr, die Menschen altern nicht mehr und es gibt keine Verbrechen mehr - logische Folge: es gibt auch keinen Sex mehr! Noch Fragen? Da ein solcher Comic von image aber mehr als langweilig wäre, gibt es natürlich doch ein Verbrechen und ja natürlich, auch Sex! Ein Verhaltenspsychologe wird verstümmelt und getötet aufgefunden. Auch sein Sekretär ist tot, er aber hatte an seinem nackten Körper Spuren von Vaginalsekreten und Sperma. Nun muss unser wackerer Detektiv leider erst einmal auf die Toilette! Zur Lösung des Falles braucht er jedenfalls eindeutig Hilfe, die er in Form von Selena Lauren aus dem Unzivilisierten Sektor auch bekommt; sie ist die aktuelle Trägerin der Witchblade. Im Laufe der Ermittlungen stellt auch Detective Chimu fest, dass Verbrechen und Sex dicht beieinander liegen, hat er doch zunächst das zweite, fällt dann ersterem zum Opfer. Vorher stellen die Beiden aber noch fest, dass der Tod (und die Folgenden) in Zusammenhang mit der Entwicklung des Antialterungswirkstoffes stehen und dass es sich um Menschenversuche gehandelt hat.

Kritik:
Eine spannende SF-Thriller-Story in einem Zweiteiler! Die Witchblade ist zwar nur ein Aufhänger, damit die Geschichte in dieser Reihe erscheinen durfte, aber das macht in diesem Fall nichts. Nett sind ein paar Hinweise auf Gegebenheiten und Namen im sonstigen Top Cow-Universe für Fans. Ein Hinweis für Puristen: In diesem Comic wurde zensiert! Ja Ja! Schimpft man wieder ordentlich, dass ihr zwei Splatterbilder in dieser Ausgabe nicht bekommt. Für die Handlung sind sie absolut unwesentlich! Verändert wurde nur ein kleiner Ausschnitt und sie haben eine (u. a. meine) Anregung aufgegriffen und nennen auf der Credits-Seite die Änderungen. So - denke ich - ist dagegen absolut nicht das Geringste einzuwenden, denn die deutschen Gesetze sind nun Mal so, dass sich infinity ohne Änderungen dem Ruin aussetzen würde! Wenn jetzt wieder einer kommt und sagt, dann geht es euch doch nur ums Geld, schreibt doch ab 18 drauf, dann hat derjenige erstens nicht verstanden, dass es hier um zwei juristische Komplexe geht: Jugendgefährdung (liesse sich mit dem Kleber ab 18 und der Plastiktüte umgehen) und Gewaltverherrlichung (ist in allen Formen verboten und strafbar!). Zweitens geht es natürlich ums Geld! Infinity ist ein Verlag, von dem sechs Angestellte leben, die Freien nicht mitgezählt. Diese Sechs haben aber auch Familie, Wohnung, Auto, Computer... die alle bezahlt/unterhalten werden wollen. Meint ihr, so einen Comicverlag könne man als Hobby führen für DM 5,90 in der Woche!? Oder Was? Oder sind das alles Lottomillionäre?

-Bat- Note: 2



Top Cow Sonderheft 4    Cover
Tales of the Witchblade 3
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Turner, O´Neill
Z: Zanier/Cha/Lansang, Zanier
Inhalt:US-Tales of the Witchblade 7 + 8 (Seiten 1-6)
Dieses Abenteuer, das in der nächsten (deutschen) Ausgabe abgeschlossen werden wird, führt uns in das alte Ägypten, in dem die Pharaonen noch göttlichen Ursprungs und die tatsächlichen Göttinen noch real waren. Prinz Sallah und Prinzessin Raquel sind sich bereits vor ihrer Geburt versprochen worden; eine rein politische Vermählung, die auch ihren Widerhall in den tatsächlichen Gefühlen des zukünftigen Herrscherpaares fand bis, ja bis die nicht mehr kontrollierbare Ebene der göttlichen Beteiligung eröffnet wurde. Die Göttin Bastet fand Gefallen am Prinzen und dieser ob nun mehr oder weniger freiwillig auch an ihr. Sallah möchte ihn zurückgewinnen und beschwört ihrerseits einen Gott, Anubis, den Herrscher der Unterwelt. Dieser bietet ihr die Möglichkeit zur Rache, in dem er ihr Zugang zur Witchblade verschafft, die sie auch akzeptiert. Zwar kann Raquel damit ihre Wache töten und auch Sallah beeindrucken, den Kampf gegen Bastet verliert sie! War sie nur Spielball im Kampf der beiden Götter?...

Kritik:
Je exotischer die Schauplätze in dieser Reihe, desto mehr Möglichkeiten haben die Zeichner, die Heldinnen leichtgeschürzt rumlaufen lassen zu können. Da es nun in Ägypten zudem sehr heiß ist, bietet sich das eben noch eher an! Es gibt aber echte zeichnerische Highlights z. B. die Doppelseite der Beschwörung Anubis´, auf der nur Personen oder Gegenstände als Bildgrenze fungieren. Andere Seiten folgen dagegen eher dem klassischen oder dem “imageklassischen” Panelschema. Auch die übliche PinUpSeite fehlt natürlich nicht. Dazu gibt es wieder Abbildungen der Original-US-Cover, die bei infinity netterweise ohne Serienlogo, Nr. u. ä. abgedruckt werden. Die Story ist eine klassischen Sorcery-Fantasy, also nicht übel, da sie in sich stimmig ist. Nur die Frage, warum die Witchblade sich auf einen so aussichtslosen Kampf einlässt bliebe zu klären.

-Bat- Note: 2+



Top Cow Sonderheft 5    Cover
Tales of the Witchblade 4
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Z./ Wohl, Finch
Z: Bennett, Lansang/Noon/Green/Tan/Fraga
Inhalt:US-Tales of the Witchblade 5+6
Pustekuchen; kein Abschluss der ägyptischen Story! O.K., infinity kann nichts dafür, wenn Top Cow die Unterlagen nicht rechtzeitig über den Teich schippern lässt und um die Wartezeit nicht zu lang werden zu lassen, gibt es die US-Nummern 5 + 6, die ja sowieso erschienen wären. In der ersten (besseren) Geschichte geht es um den Untergang der Zivilisation der Maya, der wissenschaftlich noch nicht geklärt ist. Die „Dozentin“ des Wochenendseminars bietet den Studenten ihre eigene Theorie: Die Maya waren als damals höchstentwickelte Kultur natürlicher Ansprechpartner für eine außerirdische Zivilisation, die dem Volk ein Geschenk machten, da sie an die kulturelle und nicht nur technische Reife des Mayavolkes glaubten. Dieses „Ding“, das viel Ähnlichkeit mit einem heute von einer New Yorker Polizistin getragenen Artefakt besitzt, führte fast zur Vernichtung als es an Maitea gegeben worden war und sie beschützen wollte...
Die zweite Story spielt im römisch besetzten keltischen Siedlungsgebiet. Die Römer beuten die Ureinwohner bis auf das letzte Hemd aus, vergewaltigen, zerstören Kultur und Religion der Kelten, doch niemand wagt es, sich zu wehren. Da erscheint sie, die sich dem Befehl nicht unterwerfen mag und eine Schlägerei anzettelt. Natürlich üben die Römer Vergeltung, bzw. sie versuchen es zumindest, doch am ende stehen Blut, Tränen und Trümmer und eine überraschende Erklärung!

Kritik:
Die Zeichnungen in der US 6 fallen ein wenig gegenüber dem gesetzten Standard ab, man merkt, dass hier die zweite Garde (oder höflicher ausgedrückt: die Jüngeren) eine Chance bekommen haben: Inzwischen haben sich ja auch einige der Künstler stark verbessert.... Vielleicht verderben hier auch einfach die zu vielen Köche den Brei. Inhaltlich ist es aber eine der besseren Storys, da hier – wie so oft bei image-Titeln – die Grenze zwischen Gut und Böse aufgehoben wird. Auch in der ersten Geschichte geht es weniger um „Das Gute“ sondern um eine fatale Fehleinschätzung der Lage mit unabsehbaren Folgen und der Unmöglichkeit, im Folgenden „richtig“ zu handeln.

-Bat- Note: 3+/b>



Top Cow Sonderheft 6    Cover
Tales of the Witchblade 5
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: O´Neill/Turner, O´Neill
Z: Zanier/Boller, Denham
Inhalt:US-Tales of the Witchblade 8 (S. 7-22), 9
Nun also tatsächlich der Abschluss der ägyptischen Geschichte aus der Nummer 4! Raquel schwor bittere Rache für den Verrat des Prinzen Sallah an ihr, doch es scheint, als ob die Staatsraison doch gewinnen sollte... Jedenfalls bittet sie Prinz Sallah und sogar ihre Nebenbuhlerin Bastet, die Göttin der Katzen, um Vergebung und übergibt eigens angefertigte Geschenke. Ihr Geschenk an Bastet ist jedoch eine magische Skulptur, die die Göttin einsaugt. Bastet hatte Sallah vorher zum Zeichen der Ernsthaftigkeit ihrer Liebe Unsterblichkeit verliehen, so dass sogar die Witchbladekräfte ihn nicht töten konnten. Seit Ewigkeiten sucht er jetzt nach einer Möglichkeit, seine Geliebte wieder zu befreien, und er wittert seine Chance, als er zusammen mit Lara Croft eben diesen Kultgegenstand „findet“ (nicht in diesem Heft!, sondern in Witchblade/Tomb Raider). Leider oder glücklicherweise landet sie Statue im Besitz von Sara Pezzini, der augenblicklichen Trägerin der Witchblade. Nachdem es Sallah gelungen ist, Bastet aus ihrem Gefängnis zu befreien, sinnt diese ihrerseits auf Rache...

Kritik:
Soviel also zu dem Konstrukt der Geschichten aus grauer Vorzeit bzw. ferner Zukunft, die mit der aktuellen Trägerin nichts zu tun haben... Aber was soll´s, die Geschichte ist ja sehr spannend, und das Top Cow gleich Werbung für andere eigene Serien (TR) unterbringt, ist ja auch nichts Neues, oder? Die Zeichnungen der Nummer 8 sind auch sehr gut, die der Nummer 9 eigentlich nicht schlecht, erst in dem Moment, als Sara auftaucht, ist man ein wenig überrascht über die Veränderung. Der Detailreichtum sowohl der hintergründe als auch insbesondere der Figuren ist die Sache von Denham nicht!

-Bat- Note: 2



Top Cow Sonderheft 7    Cover
Medieval Witchblade 1
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Ennis
Z: Peterson
Inhalt:US-Medieval Spawn/Witchblade 1 + 2(Seiten 1-8)
Zunächst etwas zum Cover bzw. dem Titel des Heftes, das bei splitter damals noch mit dem Originalschriftzug des McFarlane-Helden erscheinen konnte. Der Spawn-Schöpfer und Marc Silvestri von top cow – zwei Gründer von image! - haben sich mittlerweile so sehr zerstritten, dass der gute Todd die Verwendung des Markenzeichens SPAWN auf den Nachdrucken untersagt hat. Daher also die etwas irreführende Neufirmierung. Ansonsten geht es aber um das Crossover der mittelalterlichen Protagonisten des potentiellen Heerführers der Hölle und der Trägerin der Witchblade. Matthew Royale überredet den mächtigen Kriegsfürsten Lord Cardinale, seinerseits Träger der Macht der Darkness, das Elfenreich zu überfallen, da er dann auch tagsüber unbesiegbar wäre. Als Lohn verlangt er nur die Möglichkeit, die Elfenmagie studieren zu können. Cardinale stellt ein Heer aus Darklings zusammen und überfällt das in einer benachbarten Dimension liegende Reich. Spawn und Katarina, eine sehr hitzköpfige Kriegerin, die gerade die Witchblade gefunden und in Besitz genommen hat, machen sich zusammen mit Stalker auf, das Reich zu verteidigen...

Kritik:
Was erwartet ihr in einem X-Over der Helden von McFarlane und Top Cow? Blut, Action, hässliche und fiese Darklings sowie leicht bekleidete Heldinnen? Ein bisschen Magie und finsteren schwarzen Humor? Große Bilder? Leuchtende Farben? O.k., kauft euch dieses Teil und ihr werdet genau das bekommen. Garth Ennis darf seine kleinen Helden ausschwärmen lassen, die von Brandon Peterson auch adäquat umgesetzt worden sind und alles andere ist wie erwartet! Außerdem ist auch die Veröffentlichung in der Reihe der Sonderhefte gut, da es neben den Tales-of-Spinn-Offs um einen weiteren Ausschnitt in der Geschichte der altbekannten Mächte geht.

-Bat- Note: 2



Top Cow Sonderheft 8    Cover
Medieval Witchblade 2
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90
T: Ennis
Z: Peterson, Peterson/Turner/Tan/Khoy/Winn
Inhalt:US-Medieval Spawn/Witchblade 2(Seiten 9-24) + 3
Pünktlich geht es weiter mit der Saga um die mittelalterliche Trägerin der Witchblade und den damaligen Abgesandten der Hölle den die Schwetzinger nur aufgrund seltsamer Animositäten des Herrn McFarlane nicht auf dem Cover nennen dürfen! Aber es handelt sich um die neuübersetzte, auf mehreren Seiten bearbeitete Medieval Spawn/Witchblade-Geschichte! Bearbeitet deswegen, weil wir uns in Deutschland gerade mal wieder in einer Zeit des gesellschaftlichen Roll-Backs befinden. Zwar wird die Gesellschaft immer brutaler, kennen die Kids keine Regeln des fairen Kampfes mehr (keine Waffen, wenn einer liegt, ist Schluss!), aber in Comics, die am Kiosk erhältlich sind, darf nicht soviel Blut fließen... Was solls; die Übersetzung ist jedenfalls gut und dass die Bilder nicht immer Top-Cow-Standard sind, nun ja, das kann man halt nicht ändern! Jedenfalls kommt es im Feenreich zur erwarteten Konfrontation, denn Royale transportiert Katarina, Spawn und Stalker zur letzten Festung. Sofort kommt es zum Kampf der Darklings gegen die beiden, doch Stalker macht sich auf, Royale zu überwachen und erkennt auch prompt das falsche Spiel des Zauberers. Zwar ist es zu spät, denn Royale bekommt was er will, die Feen sind vernichtet und auch die Macht der Finsternis ist, nun ja, verändert... (für Puristen: Mit dem Rest der Darkness/Witchblade-Storys stimmt das Ergebnis nicht überein!), aber es gab immerhin ein paar witzige Szenen...

Kritik:
Eigentlich habe ich ja schon fast alles gesagt! Dem dritten Teil hat meiner Meinung nach die große Anzahl an Zeichner nicht gut getan; weniger ist oft mehr! Obwohl dieser Zwei-(bzw. Drei-)Teiler natürlich in jede image-Sammlung gehört, ist der Stoff eher interessant wegen des Aufeinandertreffens der HeldInnen zweier Universen, nicht aber deshalb, weil es jetzt die Megastory wäre. Beim Fußball sind die Gipfeltreffen meist auch eher langweilig (oder von Taktik geprägt...) und trotzdem lieben wir sie!

-Bat- Note: 2-



Top Cow Sonderheft 9    Cover
Tales of the Witchblade ½ + Tales of the Darkness ½
Infinity (image – Top Cow)
Preis: DM 5,90 € 3,02
T: Z./Cabrera, Coney
Z: Cabrera, Nocon/Fraga
Inhalt:US-Tales of the Witchblade½ + Tales of the Darkness ½
Zwei nur als Bestellausgaben des US-Magazins Wizard erhältliche Schmankerl in einem Heft; das gibt den ersten Bonuspunkt! Dafür nimmt man es doch gerne in Kauf, dass die Nummer nicht ganz den gewohnten Umfang hat (oder etwa nicht?). Während sich die Witchblade in einer hoffentlich nicht allzu nahen Zukunft in einer an Mad Max bzw. Tank Girl erinnernden Umgebung ihre neue Trägerin suchen muss, muss der zukünftige Träger der Darkness den ewigen Kampf gegen die Triebe neu bestehen. Außerdem gibt es da ja auch noch die Angelus, oder doch nicht...?

Kritik:
Zwei echte Highlights, denn gerade die Darkness-Story glänzt mit Anspielungen, was alles anders sein könnte, obwohl es dann doch nicht wirklich anders ist. Das transsylvanische Ambiente, die Hoffnungslosigkeit des ewigen Kreislaufs gepaart mit der Hoffnung auf das Nächste-Mal, und das Spielen mit den Symbolen der Angelus ist wirklich gut gelungen! Die zweite Story fällt zwar etwas ab, da sie nur eine Post-Katastrophen-Geschichte ist, die eine toughe Heldin zeigt, die allem trotzt, aber auch sie ist spannend geschrieben, gut erzählt und ansprechend umgesetzt. Fazit: Kaufen!

-Bat- Note: 2+



Top Cow Sonderheft 10    Cover
Dark Crossings 1
Infinity (image – Top Cow)
Preis: € 3,30
T: Holland
Z: D. Turner
Inhalt:US-Dark Crossings: Dark Clouds Rising 1
Das Mega-Crossover aus dem Hause Top Cow geht über die Reihen Witchblade, Tomb Raider und Darkness. Wenn das nichts ist... Ein Meister bildet seine Schülerin (und potentielle Nachfolgerin) aus, doch diese hat außer an den Kampftechniken noch höchst irdische Interessen, für deren Befriedigung z. B. der Briefträger zu sorgen hat. Von Lara Croft möchte der Meister, dass sie für ihn das Schwert Luzifers beschafft, etwas zutiefst Böses. Mit diesem Schwert kämpfte Lancelot in Merlins Auftrag mit Gideon dem Drachentöter gegen die Witchblade und den Träger der Darkness. Als Lara das Schwert dem Meister übergeben kann, erfährt sie einiges über den Wahrheitsgehalt der Sage...

Kritik:
Und wieder erfahren wir eine neue Episode aus der Vergangenheit der Mächte, die die (Top Cow)Welt beherrschen. Meistens waren halt Darkness und Witchblade nicht gerade die Guten und so fließt auch in dieser Story wieder hauptsächlich Blut und Schlachtgetümmel gibt es auch (zu) reichlich! Nebenbei gibt es aber auch noch ein bisschen Rache, Verrat und Liebe, so dass der kommende zweite Teil die Hoffnung offen lässt, dass es sich um eine gute Story handeln könnte, zumal er in der Gegenwart spielen soll. Dwayne Turners Stil ist zwar im Einzelbild ganz nett, die volle Seite ist aber nicht die summe der Einzelteile sondern viel weniger. Mal sehen, was der zweite Teil bringen wird!

-Bat- Note: 3+



Top Cow Sonderheft 11    Cover
Dark Crossings 2
Infinity (image – Top Cow)
Preis: € 3,30
T: Holland
Z: D. Turner
Inhalt:US-Dark Crossings: Dark Clouds Overhead 1
Nun also keine Rückblicke mehr, sondern volle heutige live-action... Sara Pezzini darf erst duschen, dann schlafen und dabei alpträumen und wird dann endlich zur Leiche des toten Meisters gerufen. Sie stellt fest, dass er von einem alten Schwert getötet wurde und findet in den Unterlagen den Auftrag für Lara Croft. Als sie ihre alte Freundin angerufen hat, stellen sie fest, dass irgendetwas böses abgeht. Und tatsächlich ist das Gefühl so dringend, dass sie sogar Jackie Estacado, den momentanen Träger der Darkness, hinzuziehen. Sie begegnen Daria und Butcher Knight und erleben ihr blaues Wunder...

Kritik:
Vom zeichnerischen her eine der schwächsten Leistungen, die je bei infinity erschienen sind. Schlechte Proportionen, Münder die das Gesicht völlig entstellen, ein Detailreichtum, der dem Können eines Sechsjährigen entspricht. Auch die Story ist mehr Hau-Drauf und zeig dein Markenzeichen als sonst irgendetwas. Diese beiden Preludes sind der Beginn einer (weiteren) vierteiligen Miniserie, die vielleicht irgendwann mal auch auf deutsch erscheint. Wenn sie auch von Holland/Turner ist, können wir darauf ruhig noch das eine oder andere Jahr warten!

-Bat- Note: 4



Top Cow Sonderheft 12    Cover
Witchblade/Lady Death 1
Infinity (image – Top Cow)
Preis: € 3,30 regular € 5,- Variant
T: Wohl
Z: Manapul
Inhalt:US-Witchblade/Lady Death 1
Bei diesem Heft ist mir nicht ganz klar, ob es außerhalb der Kontinuitäten liegt, oder nicht. Zumindest in Saras Universum passt es jedenfalls problemlos, selbst die Time-Line scheint eingehalten zu werden. Es kommt zu einem üblen Mord und Sara sieht als einzige einen Mann, der sich vom Tatort entfernt. Bei einem weiteren mord erkennt sie ihn wieder und verfolgt das Wesen, dass nur von ihr wahrgenommen wird. Vigil führt sie zu Lady Death, wo Sara das erste Mal den Namen Deathblade in sich klingen hört. Nachdem weitere Tote zu beklagen sind, ist genug Blut geflossen, um einen Dämon zu beschwören, der von der Anwesenheit Lady Deaths und der Witchblade nicht gerade begeistert scheint...

Kritik:
Ein spannendes Crossover, nach dem die Fans der schwertschwingenden Schönheiten wohl mehr als deutlich gerufen haben. Dafür ist die Story sogar noch ganz ansprechend! Nur: Gesichter sind Manapuls Sache nicht, seine Qualitäten liegen ein paar Zentimeter tiefer. Trotzdem: Was für ein Erlebnis nach den letzten beiden Tiefschlägen! Es gibt im übrigen ein limitiertes Erlangen-Variant mit Wrap-around-Cover!

-Bat- Note: 2


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