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Die Abrafaxe

Inhalt:

Deutsche Comics

Die Abrafaxe 6
Die Abrafaxe 10


Die Abrafaxe 6    Cover
Mosaik – Steinchen für Steinchen Verlag (Originalausgabe)
Preis: DM 5,90
T: Rufledt
Z: Narciso/Schulze

Inhalt:
In der sechsten Folge der nur lose verbundenen Zeitreiseabenteuer der Abrafaxe landen sie auf der Suche nach dem verschwundenen Lennox im alten Rom zur Zeit Kaiser Neros. Prompt werden sie auch für Christen gehalten und sollen im Circus ihr Leben lassen. Mit einer Menge lateinischer Sprüche, die einem irgendwie bekannt vorkommen, können sie zwar glänzen, mit gladiatorischen Fertigkeiten ist es dagegen eher nicht so gut bestellt. In letzter Sekunde können die beiden gerettet werden, Lennox bleibt in er Zeit verschollen...

Kritik:
Neben den lange laufenden Abenteuern in der Mosaik-Reihe sollen mit diesen vierteljährlich erscheinenden einzeln zu verstehenden Heften eine Lücke geschlossen werden. Dabei gelingt es den Mosaik-Zeichnern den Charakter der Serie behutsam in neue Gefilde zu tragen, denn „Die Abrafaxe“ sind schon ein wenig moderner als das etwas ostalgische Mosaik. Allein das immer glitzerige Cover und die peppigen Farben verwirren wahrscheinlich viele der älteren Fans. Auf der anderen Seite bleibt der Comic ruhig, ein weinig bildungsbürgerlich und beruhigend unspektakulär, so dass zwar neue (West-)Fans gewonnen werden können, der große Teil der alten (Ost-)Fans aber nicht abgeschreckt werden dürfte. Außerdem: Mosaik ist eine der ganz wenigen Schulen für deutsche Zeichner, an der das Teamwork geübt und praktiziert werden kann. Gibt es auch immer wieder kleinere Projekte und deutsche Autoren bei etablierten Verlagen, eine deutsche Serie von verschiedenen Künstlern wie in Amerika oder Italien üblich gibt es ansonsten nicht. Also: Schaut doch mal rein, setzt euch bequem hin und genießt.


-Bat- Note: 3+

Die Abrafaxe 10    Cover
Mosaik – Steinchen für Steinchen Verlag (Originalausgabe)
Preis: € 3,00
T: Pasda
Z: Pasda/Schulze

Inhalt:
Nach der Zerstörung des Kellers müssen die drei Abrafaxe sich beeilen, das Schloss und damit ihre Tarnung wieder aufzubauen. Natürlich entstehen bei dem unterschiedlichen Arbeitseifer, den die Drei an den Tag legen fast zwangsläufig Konflikte! Abrax und Califax beschließen, die Nacht auszunutzen und sich noch einmal mit der Maschine in die Vergangenheit zu versetzen; das Ziel heißt Eiszeit! Bei der Programmierung sind sie jedoch nicht sonderlich genau, so dass nicht nur die Ausrüstung mitten im Eis materialisiert, sondern auch die Füße von Abrax! Eigentlich nicht sonderlich schlimm, es sei denn, eine Herde Mammuts läuft auf der Flucht vor zwei Säbelzahntigern genau auf einen zu... Zum Glück rettet sie aber eine Jägerin, die auf der Suche nach ihrer wahren Bestimmung ist, denn schon damals durften die Frauen nicht einfach das tun, was sie gerne getan hätten. Auf der Suche nach der heiligen Mutter der Mammuts erleben sie einige spannende Eisabenteuer...

Kritik:
Schade, dass die zweite Staffel der Abrafaxe-Reihe schon wieder vorbei ist! Gute und routinierte Zeichenkunst aus deutschen Landen kombiniert mit einer spannenden Story und mittlerweile (nach mehreren Jahrzehnten ja auch kein Wunder!) gut ausgebildeten Charakteren. Ich denke, dass der Versuch, diese alten Helden zu modernisieren und zweigleisig fahren zu lassen, eine gute Entscheidung war, die sich auch auszahlen dürfte. Wir können also guten Gewissens auf die dritte Staffel warten!


-Bat- Note: 2


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