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Dan Dare

Inhalt:

Deutsche Comics

Dan Dare 1   



Dan Dare - Raumschiffpilot 1    Cover
Salleck Publications (Egmont Fleetway)
Preis: DM 49,80 Softcover; 89,80 Hardcover
T: Hampson
Z: Hampson

Inhalt:
GB-Dan Dare 1; Reprint of Eagle, Vol. 1 # 1 to Vol. 2 # 25
Diese klassische englische SF-Serie wurde im Original erstmals 1950 veröffentlicht und stellte eine kleine Revolution dar: wöchentlich gab es neue, farbige comics! Die Story spielt im Jahr 1996; die Erde ist zwar friedlich unter UN-Herrschaft vereint, es gibt aber zu viele Menschen für die von der Umweltzerstörung übriggelassenen Flächen, so dass akuter Nahrungsmangel herrscht. Auf dem Mars konnte kein fruchtbarer Boden gefunden werden, so dass die Venus die letzte Rettungsmöglichkeit bleibt. Alle bisherigen Expeditionen zu dem Planeten endeten aber an der gleichen Stelle mit einer Explosion der Rakete. Colonel Dan Dare, Held, entwickelt eine Idee, wie man mit anderem Antrieb trotzdem dorthin gelangen könnte und tatsächlich landen drei Zweiergruppen der Erdexpedition auf der Venus. Diese wird seit Jahrhunderten von einem Flammengürtel geteilt. Während auf der Nordhalbkugel grüne Echsenwesen, die Treen leben, die eine wissenschaftliche Diktatur errichtet haben und folgerichtig die Erde erobern wollen, leben auf der anderen Hälfte die Theron, die scheinbar nur dem leichten Leben zugetan sind. Es kommt zum Kampf zwischen den beiden Völkern und um die Erde, den die Gefährten nur mit mehreren Tricks überleben können...

Kritik:
Allein für das Wagnis, diesen Band zu bringen, gehört Ecki Schott Dank! Natürlich könnte man heutzutage eine solche Geschichte nicht mehr bringen, aber als Klassiker ist sie sehr gut! Pro Woche zwei Seiten mit ganz guten Zeichnungen, meistens vernünftiger Kolorierung und immerhin ein Abenteuer, das über 1,5 Jahre gelaufen ist. Diese Ausdauer haben heute die wenigsten Autoren (und Leser!). Auch inhaltlich geht die Story meines Erachtens über das Erwartete hinaus, denn der durchaus vorhandene Rassismus ist wenigstens kein totaler mehr (so sind die „Blauen“ durchaus gut; sie stammen allerdings von Erdlingen ab. Die „Braunen“ sind dagegen originär venusianisch und trotzdem gut. Allein bei den bösen „Grünen“ gibt es eeinen einzigen aufrechten Vertreter.) Auch was die Rolle der Frau betrifft, scheint Hampson für seine Zeit relativ fortschrittlich zu sein; er spielt zwar mit Vorurteilen, lässt aber Prof. Jocelyn Mabel Peabody eine tragende und eigenständige Rolle spielen. Schade, dass es aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mehr zu einem zweiten Band kommen wird (zumindest nicht bei Salleck). Der erste gehört aber in jede Sammlung!

-Bat- Note: 2+


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