Savage Sword of Conan 2

Conan der Spieler

Story: Meredith Finch (6), Jim Zub (7-9), Roy Thomas (10-11), Frank Tieri (12)
Zeichnungen: 
Luke Ross (6), Patch Zircher (7-9), Alan Davis (10-11), Andrea De Vito (12)

Originaltitel: US-Savage Sword of Conan 6 – 12 (2019)

Panini Comics

Broschur | 164 Seiten | Farbe | 17,99 €
ISBN: 
978-3-7416-1641-9

Der Inhalt

Der erste Sammelband der neuen kämpferischen Abenteuer des Barbaren aus Cimmerien erzählte eine einzige, längere Geschichte. Die zweite Folge bringt gleich vier neue Stories von unterschiedlichen Teams und in unterschiedlichem Look.

Zunächst erzählt Meredith Finch eine klassische Turniergeschichte. Mehrere Favoriten bekommen in einem Arena-Kampf ein wenig Kanonenfutter zugeteilt bevor sie dann untereinander auf Leben und Tod um die Hand einer Schönheit antreten sollen. Leider hat niemand damit gerechnet, dass ausgerechnet Conan unter den „Aufwärmopfern“ sein würde. Netter Plott mit schönem Twist und passenden Bildern von Luke Ross!

Die titelgebende Geschichte zeigt unseren Schwertkämpfer als Unterstützung für einen Spieler. Als dieser verstirbt muss Conan seinen Platz einnehmen und schon beginnt das Kartenspiel eine unnatürliche Ebene zu bekommen. Tatsächlich steckt eine Göttin dahinter und Conan muss sich gegen Ungeheuer und Magie beweisen. Klassischer Storyaufbau von Jim Zub mit zwei funktionierenden Cliffhangern und passenden Zeichnungen von Patch Zircher, der vielleicht ein wenig zu viel Grün für das Magische verwendet. Sein Stil ist aber an die erfolgreiche Version der 70-er Jahre angelehnt und das deutet schon eine gewisse Sensation an:

Niemand geringeres als der große Roy Thomas liefert den Plot für den folgenden Zweiteiler, der den Cimmerier zusammen mit einer schönen Frau, einem Kämpfer und ein paar Begleitern auf die Suche nach einem Schatz schickt. Intrigen, ein Hinterhalt durch Wegelagerer und schließlich erneut eine magische Komponente sind genau die Bestandteile, die Leser*innen von dem Barbaren erwarten! Alan Davis gelingt es dabei ausgesprochen gut, die Erwartungen bildlich umzusetzen!

Den Abschluss bildet die graphisch wohl innovativste Umsetzung von Andrea De Vito, der mit dem Layout spielt, verschiedene Geschwindigkeiten der Erzählung in Formen und Farben gießt und damit zeigt, was heute so geht. Die Geschichte von Frank Tieri ist dabei eine gute Vorgabe, denn sie erzählt von etwas, das nicht ist was es schient zu sein…

Die Kritik

Conan ist eines der Überbleibsel aus der alten PULP-Ära: kurze Geschichten, die eine Flucht aus dem Alltag ermöglichen, bekannte Rollenmuster aufbrechen und gleichzeitig spannend sind. Sozusagen das Netflix von vor 100 Jahren. Im Comic funktioniert das auch heute noch und die Verbindung aus Kampf und Magie, die es auch „schwächeren“ Personen erlaubt, Macht zu haben, egalisiert das Recht des Stärkeren beträchtlich.

Gerade für die heutige Zeit, in der Jobs nicht mehr so sicher sind wie noch vor ein paar Wochen, in der die Freizeitvergnügen plötzlich alleine oder in der Familie stattfinden müssen und in der das Stresslevel durch erzwungene Inaktivität steigt, vielleicht genau das richtige Rezept! Nur das mit dem Nachmachen, das ist bestimmt auch in der eigenen Wohnung nicht das Gewollte!

Dazu passen Nirvana und ein Frühlings- oder Maibock.

© der Abbildungen 2019, 2020 Conan Properties international LLC c/o Panini Verlag GmbH

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