Hardcover Überformat |64 Seiten | Farbe | 19,80 € | ISBN: 978-3-98721-332-8

Seit einiger Zeit gibt es bei Splitter nicht nur Comics für Erwachsene, sondern auch explizite erotische Comics für Erwachsene. Einerseits lässt sich natürlich fast jedes Sujet auch freizügig darstellen wie etwa in Thrax oder Geheimnisse des Maison Fleury, es gibt aber auch Bände, die sich ein bestimmtes Thema vornehmen.
Was bedeutet Treue?
Axel, der Szenarist und Zeichner dieses Bandes hat schon mehrere Werke in dieser Subreihe veröffentlicht, unter anderem auch Die Versuchung. Er untersucht die Fallstricke, die sich aus besonderen Beziehungen oder Begegnungen ergeben können. Dabei geht es unter anderem über Dreiecksverhältnisse, Urlaubsliebschaften oder Sex in langjährigen Beziehungen.
Sophie, Eine treue Frau, ist Lehrerin und seit langem verheiratet. Ihr Mann hat vor einiger Zeit einen Schlaganfall gehabt und ist nun gelähmt. Sie sind zwar weiterhin ein Paar, müssen ihre Sexualität aber neu finden. Ihre Lösung: Sie lernt Typen in einem Swinger-Club kennen, bestellt sie in ein Hotelzimmer und filmt heimlich die Aktionen, um sie später zusammen mit ihrem Mann anzusehen.

Das funktioniert so lange, bis sich eine der Bekanntschaften mit diesen einmaligen Treffen nicht zufriedengeben will und auf Privatsphäre besteht. Es kommt zu einem ersten, ungefilmten Treffen … Was ist Treue? Und wo hört sie auf?
Explizit
Die Zeichnungen sind sehr explizit und realistisch, trotzdem lassen sie aber den Akteur*innen ihre Würde. Nichts deutet auf Unterdrückung oder Machtverhältnisse hin; die Paare treffen sich aufgrund freier Vereinbarung. Allerdings macht Sophie ihre Männer zu Objekten, indem sie sie heimlich filmt und dann ihrem Mann vorführt. Legal? Nein! Moralisch einwandfrei? Ebenfalls nein! Akzeptierbar da nur für den einmaligen Konsum? Hier muss jede*r selbst entscheiden.

Die Befriedigung eines Marktes
Erotische Comics gab es schon immer, sie haben mittlerweile nur den Weg in die etablierten Verlage geschafft und werden nicht mehr unter dem Ladentisch verhöckert. Wie immer kommt es darauf an, was und wie man es darstellt. Axel sucht sich Randbereiche aus, die es ihm erlauben interagierende Körper zu zeichnen. Er tut es allerdings mit einem sichtbaren Respekt vor den Figuren. Für mich ist es besser, diese Art verkauft sich, als brutale, geringschätzige oder unterdrückende Inhalte!
Dazu passen The Skints mit „Pressure“ und ein Schumacher Alt!
© der Abbildungen Axel, Dynamite | Splitter Verlag GmbH & Co., Bielefeld 2026