Oesterheld/Pratt – Sgt. Kirk 2

Zweite Epoche

Story: Héctor Oesterheld

Zeichnungen: Hugo Pratt
Originaltitel:
 Sargento Kirk; Misterix 264 – 265, 266 – 267, 268 – 269, 270 – 272, 273 – 275, 276 – 277, 278 – 280, 281 – 283, 297 – 302, 303 – 308.

schreiber & leser

Hardcover | 196 Seiten | Farbe | 32,80 € | ISBN: 978-3-96582-218-4

Cover Sgt. Kirk 2

Band 1 dieser auf vier Teile angelegten Gesamtausgabe der schwarz-weißen Geschichten über den ehrenwerten Soldaten Sgt. Kirk, der das Gewissen höher hält als Befehle, hatte es auf comix-online zum Comic des Jahres geschafft.

Was ist gerecht?

Der Grundkonflikt der Geschichten von Hector Oesterheld ist natürlich geprägt durch die politische Situation in Argentinien, dem Heimatland des Autors und der aktuellen Wahlheimat des Zeichners Hugo Pratt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war das Land gespalten. Während einerseits hunderte von Nazis dort Asyl fanden und eine wichtige Rolle in der lokalen Gemeinschaft zu spielen begannen, war die Mehrheit der armen Bevölkerung politisch eher links eingestellt. Mehrere, schließlich erfolgreiche Militärputsche waren die Folge; Oesterheld selbst fiel dem letzten zum Opfer und wurde verschleppt und getötet.

Diese sehr oft gewaltsam ausgetragenen Gegensätze fanden ihre Entsprechung in den Kämpfen der oft tumben und ehrenlosen „Weißen“ gegen die eher naturverbundenen, nicht weniger brutalen, aber ehrenbewussten „Indianer“. Zwar gibt es auf beiden Seiten auch individuelle Abweichungen, das Prinzip aber stimmt. Und so ist Kirk, der immer wieder versucht, sich selbst so zu verhalten, dass er auf sich selbst stolz sein kann, ein Wanderer zwischen den Welten.

Sgt. Kirk 2 page 10

Von den Indianern als einer der ihren anerkannt, gilt er für die Weißen als Renegat und wurde zum Tode verurteilt. Um weiteres Töten in seinem Namen zu verhindern, beschließt er sich zu stellen. Seine Freunde inszenieren aber einen Angriff aus das Fort um ihn zu befreien und so muss er sich erneut taktisch falsch entscheiden. Die einzelnen zunächst im Misterix erschienenen Geschichten ergeben eine zusammenhängende Geschichte, erlauben aber trotzdem ein Einsteigen. Schließlich wollte man das Magazin ja auch an neue Leser*innen verkaufen können.

Die Kraft der Schatten

Pratt war schon immer jemand, der mit wenigen Strichen nicht nur Atmosphäre erschaffen, sondern auch eine Geschichte in einem Panel erzählen konnte. In diesen Bildern kommt aber auch seine Fähigkeit zum Tragen, den Schatten meisterhaft zu verwenden. Damit kreiert er nicht nur Tiefe, sondern auch Stimmung. Es war allerdings nicht nur die künstlerische Entscheidung, die zu diesen Techniken führte, es lag auch an der Qualität des benutzten Papiers, rau und saugfähig, wie es war.

Sgt. Kirk 2 page 11

Die Zeichnungen bieten alles, was die Liebhaber*innen eines klassischen Westerns sehen wollen: Pferde, Rodeo, Indianer und Soldaten, Kämpfe, Szenen im Fort, die unermesslich schöne, aber auch gefährliche Landschaft und die Lagerfeuerromantik. Sie stehen aber auch im Ziel der Zeitungsstrips und der Sonntagsseiten und erzählen in kleinen Häppchen eine große Geschichte.

Moderner als mancher glaubt

Die Frage nach der Ehrenhaftigkeit des eigenen Tuns, der Wunsch, das Handeln selbst dann an moralischen Leitlinien auszurichten, wenn es den Tod bedeuten könnte, ist keinesfalls altmodisch. Gerade heute in einer Zeit der sich überlappenden Krisen ist es wichtig, den moralischen Kompass zu beachten. Auch insofern ist Sgt. Kirk ein wichtiges Werk! Es macht aber auch Spaß, den Western zu genießen, der immer wieder auf großartige Filme des Genres verweist.

Logo Sgt. Kirk 2

Zudem ist auch die Ausgabe ein paar Zeilen wert! Das Hardcover wirkt hochwertig, der gut zu lesende Anhang verweist in vielen kleineren Abschnitten auf historische Hintergründe der Geschichte selbst oder der Autoren sowie auf die Reminiszenzen. Dazu kommen ein paar kolorierte Titelbilder der italienischen Rintintin & Sgt. Kirk-Ausgaben.

Dazu passen Marty Robbins mit „The Hanging Tree“ und ein Cactus Jack.

© der Abbildungen 1953, Cong S.A., Schweiz | 1953 Hoirie Oesterheld | 2026 Verlag Schreiber & Leser, Hamburg

ZACK 322 (April 2026)

ZACK 322

Herausgeber/Chefredaktion: Georg F. W. Tempel

Blattgold Verlag

Heft Din A 4 | 100 Seiten | Farbe | 9,70 €
ISSN: 1438-2792

Cover ZACK 322

Nach der Wärme kommt die Kälte zurück – so ist das Aprilwetter nun Mal. Umso besser, dass auch das ZACK 322 vollgepackt ist mit Comics und Informationen und dem Regen und Hagel somit den Schrecken nimmt.

Der Neustart

Das Coverbild zeigt einen der blutverschmierten Piraten aus der Serie Libertalia, die mit Die Wege zur Hölle in ihre letzte Runde startet. Ein Schiff kehrt zurück nach Libertalia, dem Rückzugsort an der Küste von Madagaskar, an dem alles anders sein sollte: gleichberechtigt, ohne Rassismus, und ohne äußere Zwänge. Wie so oft bei vergleichbaren Experimenten gibt es aber immer wieder einige wenige, die nicht mitspielen wollen und die Idee gefährden. Das ist hier auch nicht anders, einige Männer meinen, Frauen nicht nur benutzen, sondern auch töten zu können und sollen nun belangt werden. Kann die Idee überleben? Graphisch heraufordernde, aber überzeugende Serie mit Bildern von Paolo Grello nach Texten von Rudi Miel & Fabienne Pigière.

ZACK 322 page 5

Auch Neu ist Cor Morelli. Ein Mann fühlt sich verfolgt und kann sich nicht wirklich erklären, warum. Dabei ist es nur Der Nächste! Kein schlechter Anfang für Aloys Ooster.

ZACK 322 page 80

Die Fortsetzungen

Charel Cambré und Marc Legendre lassen sich selbst in Heute frischer Fisch auftreten. Auf ihrer Reise in den Süden, um neuen Stoff für ihre Comics zu finden, sind sie in einem kleinen Dorf gestrandet und aufgrund eines Erdrutsches von der übrigen Welt abgeschnitten. Das hindert sie allerdings nicht daran, weiterhin in jedes Fettnäpfchen zu treten und sich Feinde zu machen. Nicht immer PC, aber sehr spaßig!

ZACK 322 page 21

Ray Ringo, ZACK-Held von früher, ist mit einem Re-Boot zurück und überzeugt mit einem sehr klassischen Western, der natürlich an die heutigen Anforderungen angepasst ist. Nachdem Ringo seine Verlobte befreien konnte, erfährt er mehr über ihre Vergangenheit und auch über die der Mormonen, die er bereits kennengelernt hat. Beide Seiten sorgen dafür, dass ihre Ausgangsposition an Stärke gewinnt. Devil’s Gate von Éric Corbeyran geschrieben bleibt spannend, allerdings wesentlich unterstützt durch die sehr dynamischen Zeichnungen von Roman Surzhenko!

ZACK 322 page 33

Die Abschiede

Gleich drei Geschichten finden in dieser Ausgabe ihr Ende! Den Anfang macht Jeff Mistral mit Nahtoderfahrung. Der Franzose Olivier Andrieu war seines Jobs im Computerbereich überdrüssig geworden und hat eine Figur entwickelt, die an die klassischen frankobelgischen Detektive der 60-er erinnert. Humor, spannende Wendungen und gute Zeichnungen von Alain Julié machen die Serie zum Vergnügen, nicht nur für Fans alter Autos! Einzig das Lettering könnte etwas weniger aufdringlich ausfallen. Der zweite Teil ist schon fertig!

ZACK 322 page 47

Ebenfalls fertig hat Michel Vaillant. Erlösung trifft es allerdings nicht ganz. Zwar scheint der Substrang mit der Atomwaffendivision zunächst abgeschlossen zu sein, der Kampf gegen den Krebs ist es aber noch nicht. Und natürlich geht es auch um Rennen, stehen doch die 500 Meilen an: Steve kann nicht fahren, Michel wollte eigentlich nicht und Elsa steht vor einer großen Bewährungsprobe. Tolle Rennszenen von Marc Borugne & Eilam nach einer Story von Daniel Lapiere.

ZACK 322 page 65

Und schließlich ist auch der ZACK-Held der letzten Jahre, Rick Master, schon wieder als Abschied zu vermelden. Dead Sugar ist sicherlich eine seiner größten Herausforderungen, setzt sie doch darauf, Kriminelle nicht einer ungewissen Behandlung durch die Justiz zu übergeben, sondern zu erschießen. Als Nadine bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt wird, stellt sie Rick vor eine Wahl. Nach etwas müdem Anfang hat die Story doch noch die Kehrtwendung geschafft und ist eine Fragen aufwerfende, spannende Geschichte geworden, die gleichzeitig die Figur der Nadine vom Sidekick zu mehr Eigenständigkeit verholfen hat. Gute Leistung von Simon Van Liemt mit ansprechenden Zeichnungen von Zidrou.

ZACK 322 page 85

Und sonst?

Dazu der zweite Teil des Interviews mit Dany, der sich in seinen Aussagen etwas verrennt, ein Beitrag vom Verfasser dieser Zeilen über die neue Reihe Elang Jawa in der ZACK-Edition, der Rückblick auf das ZACK vor 50 Jahren und News und Meinungen von Frank Neubauer.

Dazu passen Joe Jackson mit „I’m the Man“ und ein Frühlingsbock.

© der Abbildungen bei den jeweiligen Künstlern und Verlagen / Blattgold GmbH, Bad Dürkheim 2026

Appollo/Brüno – Lucky Luke Hommage 7

Dakota 1880

Story: Appollo

Zeichnungen: Brüno

Originaltitel: Lucky Luke – Dakota 1880

Egmont Comic Collection

Softcover/Hardcover | 64 Seiten | Farbe | 9,99 € / 17,00 € | ISBN: n/a / 978-3-7704-1031-6

Cover Lucky Luke Hommage 7
(c) Lucky Comics 2026

Lucky Luke ist der wohl bekannteste europäische Comic-Westernheld. Seit mittlerweile fast 80 Jahren ist der Mann, der schneller schießt als sein Schatten im Namen der Entrechteten unterwegs. Mal buchtet er die entflohenen Daltons wieder ein, mal muss er sich mit Familienkonflikten, diplomatischen Verwicklungen oder sonstigen Katastrophen auseinandersetzen. Sein letztes reguläres Abenteuer handelte von der Abwendung einer Bierkrise. Wie bei vielen anderen Serien auch, hat sich mittlerweile ein ganzes Universum um ihn herum gebildet. Zwar wurde ein ihm gewidmetes Magazin wieder eingestellt, es existier(t)en aber Subreihen, die seiner Jugend oder dem tierischen Sidekick Rantanplan gewidmet waren. Dazu kommen die Hommage-Bände, in denen andere Künstler gebeten werden, ihre Variante zu erstellen.

Eine Reise durch den Westen

Der jetzt erschienene Band DAKOTA 1880 gehört in diese Kategorie. Appollo bezieht sich auf ein Buch des Schriftstellers Baldwin Chenier. Dieses lange vergriffene Artefakt lässt zusammen mit älteren Dime-Novels vermuten, dass die Figur des Lucky Luke tatsächlich existiert haben könnte. Der Autor beschreibt mit einigen Freiheiten, wie sich die im Buch beschriebene Reise abgespielt haben könnte. Er erzählt in kurzen Kapiteln, wie sich der spätere Autor und unser Held, der als Shotgun auf einer Postkutsche unterwegs war, kennen gelernt haben.

Natürlich gehört dazu auch, die Geschichte seines Namens zu erzählen. Das namensgebende Glück ist gleichzeitig eine Prophezeiung als auch das Ergebnis des Trainings. Natürlich muss auch der Beiname erklärt werden: Der Bezug zu den damals üblichen Schießwettbewerben ist historisch auf jeden Fall möglich. Für Fans ist es ein Bonus, dass in den meisten Kapiteln auch Bezüge auf die Erlebnisse des Cowboys eingeflochten werden.

Die Geschichte spielt einerseits sehr clever mit den Erwartungen der Leser*innen, die die Figur nach mittlerweile rund 100 Bänden natürlich sehr genau kennen, und den Verknüpfungen mit der „echten“ Geschichte des Westens. Und auch der subtile Witz, der Zeitbezüge und Stereotypen einbezieht, kommt nicht zu kurz!

Ein „erwachsener“ Stil!

Brüno zeichnet den Helden als auf das Wesentliche reduzierte Figur. Die so oft missratene Mundpartie wird, wenn nicht unbedingt erforderlich, einfach weggelassen. Der in die Länge gezogene Kopf wirkt dadurch charismatisch, aber auch etwas eigenbrötlerisch. Der Held erscheint dadurch gleichzeitig unnahbar als auch engagiert. Oft verwendet der Zeichner eine eingeschränkte Auswahl an Farben. Obwohl alle Details vorhanden sind, ist die Wirkung plakativ.

Der Story entsprechend werden liebgewonnene Nebencharaktere nicht benötigt. Dazu gehört einerseits das „mitdenkende“ Pferd Jolly Jumper, das nicht zur Wirklichkeitstheorie passt. Dementsprechend kann auch Rantanplan keine Verwendung finden. Menschliche Mitspieler tauchen aber auf und erinnern auch – wenngleich ebenfalls reduziert – an ihre bekannten Auftritte. Diese Spannung aus eigenem Stil und Referenzen an das Bekannte ist sehr reizvoll und macht Spaß!

Logo 80 Jahre Lucky Luke
(c) Lucky Comics 2026

Nicht nur für Fans!

Die Bände, in denen bekannte Künstler*innen etablierte Figuren interpretieren, sind nicht immer geeignet für ein größeres Publikum. Teilweise setzen sie ein vertieftes Wissen über die Serie und ihre Abläufe voraus und präsentieren viele „Insiderwitze“, die ohne den Hintergrund kaum verständlich sind.

Appollo und Brüno gelingt mit Dakota 1880 aber das Kunststück, einerseits die Fans mitzunehmen und eine eigenständige „Origin-Story“ zu erzählen, andererseits aber auch eine vollkommen eigenständige Erzählung aus dem Western-Genre abzuliefern. Der Band, der wie bei Egmonts Lucky Luke und Asterix-Reihen üblich, sowohl als Softcover für den Kiosk als auch als Hardcover für den Buchhandel erscheint, ist somit auch ohne Vorwissen ein Vergnügen für alle und insofern ein gelungener Auftakt für die Jubiläumsfeierlichkeiten. Stay tuned!

Dazu passen klassische Country- oder Western-Songs eurer Wahl und ein einfacher Bourbon.

© der Abbildungen Lucky Comics 2026 | Egmont EHAPA Media GmbH, Berlin 2026

ZACK 321 (2026)

ZACK 321

Herausgeber/Chefredaktion: Georg F. W. Tempel

Blattgold Verlag

Heft Din A 4 | 100 Seiten | Farbe | 9,70 €
ISSN: 1438-2792

Cover ZACK 321

Spanien, eine Taperia, draußen sind es 20 Grad, und doch steht auf dem Cover der Aufdruck MÄRZ… Egal, auch dieses Heft ist eine gelungene Mischung und sollte keinesfalls bis zum nächsten Urlaub liegen bleiben.

Der Neustart

Zwei sympathische Künstler porträtieren sich selbst und ihre Reise in den Süden: Heute frischer Fisch ist von und mit Charel Cambré und Marc Legendre, den beiden, die auch schon Adaptionen von Spirou & Fantasio oder Amoras vorgelegt haben. Ihre Satire spielt mit Vorurteilen gegen Nationalitäten, sexuelle Orientierung, Berufe, Lifestyles und alles andere. Fettnäpfchen können gar nicht genug geschützt sein, die beiden finden sie und springen voll hinein. Dabei nehmen sie sich selbst nicht aus und das machte es dann zu einem Vergnügen. Auch Brückenbauer ist allerdings nichts für Überkorrekte!

ZACK 321 page 5

Zudem gibt Henri Vaillant seinen Einstieg in das Magazin: Die Kurzgeschichte Die Fliege mit den goldenen Augen ist nur in einer speziellen französischen Sonderausgabe des Bandes über den Gründer der Familiendynastie erschienen. Umso erfreulicher ist es, dass sie hier abgedruckt werden durfte. Sie vereint einen aktuellen Teil in einer etwas gewöhnungsbedürftigen Weise und einen zweifarbig gehaltenen Rückblick nach einem Szenario von Dennis Lapière mit Zeichnungen von Marc Bourgne.

ZACK 321 page 18

Die Fortsetzungen

Die Nahtoderfahrung erklärt zwar, wie der wertvolle Diamant gestohlen werden konnte, er ist aber immer noch verschwunden.  Jeff Mistral und die geheimnisvolle Lucie müssen sich aber zunächst mal aus ihrer Gefangenschaft befreien (wobei es etwas verwirrend ist, dass die beiden ersten Seiten in vertauschter Reihenfolge abgedruckt sind). Danach geht es Schlag auf Schlag weiter Ein spannender neuer „alter“ Krimi von Olivier Andrieu mit sehenswerten Zeichnungen von Alain Julié, der Lust auf mehr macht. Allein das Lettering könnte etwas weniger brüllend sein.

Detail ZACK 321 page 28

Der wohl spannendste Cliffhanger der letzten Zeit (zumindest für Leser*innen, die keine Möglichkeit haben, den Originalveröffentlichungen im Ausland zu folgen) war der Tod von Michel Vaillant im letzten Heft. Wie gut, dass es sich nur um einen Traum gehandelt hat. Doch halt, keine Entwarnung, denn das bedeutet, dass der oder die Killer noch frei herumlaufen. Und tatsächlich kommt es in Erlösung zu einem Attentat mit einer sehr persönlichen Wendung für Steve Warson. Spannung, Krimi-Elemente, Drama und ansprechende zeichnerische Umsetzungen, ebenfalls von Daniel Lapière getextet und umgesetzt von Marc Bourgne & Eilam.

ZACK 321 page 41

Ray Ringo (der früher bei Koralle Hondo hieß) ist auf der Suche nach seiner entführten Verlobten und macht Bekanntschaft mit einem Trupp älterer Männer. Diese geben sich zwar als gottesfürchtige Reisende aus, dieser Schein trügt allerdings wie so oft.  Die Neuauflage dieser Serie von Éric Corbeyran mit Zeichnungen von Roman Surzhenko wirkt vertraut, nimmt sie doch viele klassische Elemente auf, überführt diese aber in einen modernen Zeichenstil und fügt auch ein paar härtere Szenen hinzu, die man bei der Shiloh Ranch oder High Chaparral eher nicht gesehen hätte. Für mich eine der Entdeckungen des noch frischen Jahres!

ZACK 321 page 51

Der schon wieder als Jahressieger in der Gunst der Leser*innenschaft stehende Rick Master steht in Konkurrenz zu seiner Freundin Nadine, die ebenfalls eine Titelseitenstory schreiben möchte.Tatsächlich gelingt ihr ein Scoop! Währenddessen trifft Rick auf vier als Beatles maskierte Idioten als Dead Sugar die Bühne betritt… Eine humorvolle, von Anspielungen auf Kultur und Politik nur so strotzende neue Folge von Simon Van Liemt, die garantiert wieder vorne landen wird. Zusammen mit Zidrou wurde der doch etwas altbackene Journalist runderneuert und besetzt nun das humorige Krimifeld fast ohne Konkurrenz.

ZACK 321 page 67

Der Abschied

Verabschieden dürfen wir uns von der abstrusen Geschichte von Jean Regnaud mit Aleksis Strogonov. Tamo lieferte eine Geschichte über Widerstandsbewegungen, die ihnen jede Berechtigung, ja auch jede Ernsthaftigkeit abspricht. Ich verstehe nicht, was Émile Bravo dazu gebracht hat, diesen Auftrag anzunehmen. Hier herrscht die reine Freude am Zerstören vor.

Detail ZACK 321 page 83

Und sonst?

Erinnert sich noch jemand an den Skandal um die Spirou-Adaption von Dany? In diesem Heft kommt der Künstler selbst zu Wort, da der erste Teil eines längeren Interviews von ActuaBD mit ihm abgedruckt wird. Lesenswert! Dazu ein Beitrag vom Verfasser dieser Zeilen über die nun von Capia gezeichnete Fortsetzung von Das Paris der Wunder, Michael Klein mit dem Rückblick auf das ZACK vor 50 Jahren und Frank Neubauer mit News, Rezis und spitzen Worten.

Die kürzeren Comicbeiträge von Parker & Badger, Der Ritter und StarFixion dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Dazu passen Dakka Skanks mit „You can’t cancel this“ und ein Boots Night Bier von Ahoi.

© der Abbildungen bei den jeweiligen Künstlern und Verlagen / Blattgold GmbH, Bad Dürkheim 2026

Frei – Die Ballade der Carol Welsh 1

Gesamtausgabe der Teile 1 und 2

Story:  Martin Frei
Zeichnungen: 
Martin Frei
Originaltitel: 
OA

Blattgold Verlag – ZACK Edition

Hardcover |124 Seiten | Farbe | 32,00 € | ISBN: 978-3-949987-99-1

Cover Ballade der Carol Welsh Gesamtausgabe 1

Was  lange währt, wird endlich gut… Wenn es einen Titel gibt, auf den dieser Spruch passt, dann ist es wohl dieser. Es gab Verhandlungen und Absprachen, die Magazinveröffentlichung im ZACK lief wie geplant, eine Gesamtausgabe wurde angekündigt und plötzlich legte ein Erbe Einspruch ein. Die Folge war das Einstampfen der noch nicht ausgelieferten Auflage. Aber: Weder Martin Frei noch Georg F. W. Tempel ließen sich davon abhalten, am Ball zu bleiben. Nun wurden also alle Bezüge entfernt, einige Seiten neu gezeichnet und ein neuer Anlauf gemacht. Das Ergebnis ist gerade erschienen! Dieser Titel ist übrigens noch eine weitere Besonderheit: Während das ZACK normalerweise Titel für die deutsche Veröffentlichung lizenziert, ist es hier andersherum: Und so steht die Ballade der Carol Welsh auch in niederländischer Sprache in den Regalen unserer Nachbar*innen.

Rassismus im „Wilden Westen“

Das kleine Städtchen Snow Flake hatte in der Vergangenheit Probleme mit kriminellen Machenschaften. Ein Armeeoffizier war als Sheriff abkommandiert worden, hatte das Problem gelöst, das Herz der Lehrerin gebrochen, und war wieder abgezogen. Diese, die Heldin Carol Welsh, hat ihren eigenen Kopf, kann mit Waffen umgehen und „erdreistet“ sich, ihren Schützlingen in der Schule die Lehren von Charles Darwin nahezubringen. Da sie zudem menschlich mit einem wohnsitzlosen und alkoholabhängigen Indianer umgeht, wird sie von einigen konservativen Honoratioren angefeindet.

In der Umgebung des Städtchens machen sogenannte Wolfskrieger die Gegend unsicher. Sie sind nicht bereit, in ihrem Reservat zu bleiben, sondern sind auf dem Kriegspfad gegen die Weißen. Als die Frau des Bürgermeisters während einer Kutschfahrt erschossen wird, ist vielen in der Stadt sofort klar, wer dafür verantwortlich ist. Zudem wird die Lehrerin als Ketzerin und Kollaborateurin beschuldigt.

Ballade der Carol Welsh Gesamtausgabe 1 page 5

Martin Frei hat um das kleine Western-Städtchen und seine Bewohner*innen ein kleines Universum geschaffen, das für einige Geschichten die Basis bilden kann. Die Archetypen sind klar: der konservative Pfarrer (der trotzdem in der Lage ist, zu denken!), die bornierten mächtigen Männer, die fragenstellende und aufgeklärte Lehrerin, die sich nicht unterordnen will, der verliebte junge Mann, die Indianer mit allen positiven und negativen Facetten.

Realistisch und humorvoll

Auch die Zeichnungen von Martin Frei brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Zwar ist hier jetzt keine neuer Giraud plötzlich auf dem Markt aufgetaucht, aber darum geht es ja auch gar nicht. Die Figuren sind gut herausgearbeitet und vor allem die Mundpartien gelingen realistisch. Das ist nicht unbedingt immer gegeben! Während Personen und nähere Umgebung detailliert ausgefertigt sind, wird in der weiten Kinoeinstellung etwas weniger genau gearbeitet.

Ballade der Carol Welsh Gesamtausgabe 1 page 6

Die Unterscheidung der Traumsequenzen von der Realität gelingt gut und das Skelett in Uniform sieht sehr ansprechend aus. Daneben gelingt auch die Unterscheidung der „offiziellen Welt“ von der Subkultur (den Animierdamen sowie der alleinlebenden Indianer). Manche Lehrer*innen mögen sich zudem manchmal heimlich wünschen, Schulkinder so zu behandeln, wie Carol Welsh es darf…

Eine erfrischend neue Western-Serie

Dieser „neue“ Sammelband enthält eine Story, die im Streaming-Bereich als „Pilotfolge“ bezeichnet werden würde. Der Erfolg im Jahrespoll (und auch die Lizenzvergabe) haben bereits zu einer Fortsetzung geführt, die ebenfalls im ZACK vorabgedruckt worden ist. Für Western-Fans unbedingt zu empfehlen, die Klassifizierung „Made in Germany“ ist in diesem Falle nicht negativ zu werten. Sowohl Text als auch Zeichnungen genügen auch internationalen Erwartungen! Während in diesem Gerne immer noch männliche Helden den Standard setzen, unternimmt Martin Frei erfreulicherweise einen Perspektivenwechsel.

Ballade der Carol Welsh Gesamtausgabe 1 page 7

Die Gesamtausgabe kommt mit einem ausführlichen einführenden Beitrag (vom Verfasser dieser Zeilen), bibliographischen Angaben zur Veröffentlichung und einer mehrseitigen Pin-Up-Galerie. Natürlich gab es auch wieder eine mittlerweile bereits vergriffene Vorzugsausgabe mit Variantcover und zwei limitierten und signierten Drucken.

Dazu passen Bruce Springsteen mit einem Song über Rassismus in Amerika, „Streets of Minneapolis“, und ein mexikanisches Caguanita.

© der Abbildungen 2026 Blattgold Gmbh / Martin Frei

ZACK 320 (Februar 2026)

ZACK 320

Herausgeber/Chefredaktion: Georg F. W. Tempel

Blattgold Verlag

Heft Din A 4 | 100 Seiten | Farbe | 9,70 €
ISSN: 1438-2792

Cover ZACK 320

Und noch ein weiteres Heft mit gleich vier klassischen ZACK-Serien. Wenn das kein Grund für nostalgische Gefühle ist … Aber halt: Da war doch was: die Abenteuer waren – besonders in der Wiechmann-Zeit – teilweise extrem gekürzt. Die Veröffentlichungsreihenfolge war manchmal sehr eigenwillig, es gab ein Maschinenlettering, … Zum Glück sind alle diese Punkte mittlerweile Geschichte und nicht mehr zeitgemäß. Daher gibt es runderneuerte und komplette Geschichten mit einem angenehm lesbaren Lettering in guter Übersetzung!

Die Fortsetzungen

Den Anfang macht der Coverboy des Monats Ray Ringo (der früher bei Koralle Hondo hieß). Er hat gerade den Job bei Wells Fargo gekündigt, begleitet aber trotzdem noch ein letztes Mal eine Kutsche. Diese hätte eigentlich von seiner Frau gelenkt werden sollen, musste aber verletzungsbedingt absagen. Seine Reise soll ihn nun zu ihr führen. Ihr Ersatz schildert zunächst einmal seinen tragischen, aber prägenden Werdegang. Endlich gestartet, entdecken sie, dass eine der Stationen überfallen wurde, nur ein Überlebender kann von dem Massaker berichten. Hier erfährt Ringo auch, dass seine Verlobte auf dieser Poststelle war und entführt worden ist. Devil’s Gate ist ein klassischer Western mit viel Action von Éric Corbeyran mit Zeichnungen von Roman Surzhenko der hoffen lässt, dass der Re-Start nicht nur von kurzer Dauer bleibt.

ZACK 320 page 5

Auch Jeff Mistral geht in die zweite Runde. Der Detektiv trifft sich mit einer „Lucie“ in einer Bar. Dort erklärt sie ihm, dass ihr Partner den Diamanten gestohlen hat, nun aber in ernsten Schwierigkeiten stecke. Aufgrund einer Nahtoderfahrung habe er spezielle Fähigkeiten. Und kurz darauf tauchen die besagten Schwierigkeiten auch schon leibhaftig auf. Ein Krimi, der in den 60-ern spielt und in der Tradition von Jeff Jordan oder Harry & Platte steht. Eine gut konstruierte Geschichte von Olivier Andrieu mit sehenswerten Zeichnungen von Alain Julié.

Detail ZACK 320 page 19

Wer gerne Autos im Comic sieht, darf sich beim Weiterblättern auch weiter freuen. Gleich danach startet nämlich die Qualifikation für das Rennen in Indianapolis, an dem Michel Vaillant, Steve Warson und Elsa teilnehmen werden. Steve wird dabei als Lockvogel des FBI auftreten und teilweise gedoubelt werden. So hofft man, den Killern ein Schnippchen schlagen zu können. Wird diese Rechnung aufgehen? Erlösung ist ein weiterer Baustein in der eine lange Geschichte erzählenden zweiten Staffel, die aktuell von Daniel Lapière getextet wird. Für die Zeichnungen sorgen Marc Bourgne & Eilam.

ZACK 320 page 33

Danach geht es weiter mit der abstrusen Geschichte von Jean Regnaud aus der Aleksis Strogonov Reihe. In Tamo gibt es sich bekämpfende Separatisten, Kleinwüchsige, Journalisten, Dörfler*innen und Liebeskummer. Alles wird von Émile Bravo zu Papier gebracht.

Detail ZACK 320 page 47

Rick Master ohne seinen Ferrari? Das ist sogar einen Metawitz wert … Ist in Paris ein neuer Bandenkrieg ausgebrochen? Oder spielt Dead Sugar einfach nur ihr eigenes Spiel? Rick wird jedenfalls von einem seiner Erzfeinde um Hilfe angefleht da er sonst von der toughen Lady erschossen werden würde. Simon Van Liemt hat eine weitere Story geschrieben die Nadine zu einem eigenständigen Auftritt verhilft, gleichzeitig aber dem Titelhelden weitere Entwicklungen ermöglicht. Zidrou setzt das sehr dynamisch um und verknüpft Retro-Charme mit Action.

ZACK 320 page 61

Die Abschiede

Jerusalem hat es auf Amoras in die Villa von Krimson geschafft, muss sich aber nun mit Achiel, dem Butler, auseinandersetzen. Sie bietet ihm eine Zusammenarbeit an. In der Zwischenzeit hat es auch Wiske geschafft, das Anwesen zu erreichen. Sie ist verzweifelt und wütend und das ist eine explosive Mischung. Fern des Ganzen versucht Suske einen Plan zu entwickeln, alle wieder zurückzuholen. Das wird aber erst im letzten Kapitel der Saga ausprobiert werden können. Für mich bleibt Amoras von Marc Legendre und Charel Cambré eine der ganz großen aktuellen Comic-Serien die viel mehr Erfolg verdient hätte.

ZACK 320 page 75

Während Tanguy sich in China seines Lebens nicht sicher sein kann, versucht Laverdure auf der anderen Seite, Provokationen der chinesischen Kampfjets zu überleben. Verrat ist wieder nur der Auftakt und bis zum Weiterlesen müssen wir mit einem heftigen Cliffhanger leben. Patrice Buendia & Frederic Zumbiehl sind mit ihrer Story dicht am Puls der Zeit, Sebastien Philippe zeigt die Ritter der Lüfte in allen Situationen.

ZACK 320 page 88

Und sonst?

Dazu kommen passende Geschichten von dem Ritter. Auch Parker & Badger haben mit heftigen Unbillen zu kämpfen und Margotik erörtert mit Tizombi die Frage, ob sie den Friedhof verlassen und zu ihrer Familie zurückkehren sollte.

Michael Klein erinnert an das ZACK vor 50 Jahren, Frank Neubauer informiert und lästert, Bernd Hinrichs stellt den gnadenlos guten Taschen-Band mit Barks-Stories vor und der Verfasser dieser Zeilen gibt ein wenig Hintergrundwissen zum ersten Band der Carol Welsh-Gesamtausgabe zum Besten.

Dazu passen Barns Courtney mit „Glitter & Gold“ und ein Blanc de Noire.

© der Abbildungen bei den jeweiligen Künstlern und Verlagen / Blattgold GmbH, Bad Dürkheim 2026

Vernes/Forton – Bob Morane Classic 8

Das Tal der Klapperschlangen

Story: Henri Vernes
Zeichnungen: 
Gérald Forton
Originaltitel: 
Échec à la main noire & La Vallée des Crotales

Blattgold Verlag – ZACK Edition

Hardcover | 80 Seiten | Farbe | 24,00 € |ISBN: 978-3-949987-50-2

Cover Bob Morane Classic 8

Während die meisten Bob Morane-Geschichten zunächst in einem Magazin für Frauen mit jeweils ein oder zwei Seiten vorabgedruckt wurden, gab es einige wenige, die in einer belgischen Tageszeitung mit einem täglichen Streifen erschienen. Naturgemäß erforderte dieses Medium einen anderen Flow, musste es doch jeden Tag neu die potenziellen Leser*innen dazu animieren, auch am folgenden Tag Het Laatste nieuws zu kaufen. Dieser Band vereint jeweils ein Beispiel!

Ein Krimi und ein Western

Die erste Geschichte, Schach der schwarzen Hand, ist aus mehreren Gesichtspunkten heraus außergewöhnlich. Das Sujet klingt vertraut: Bill und Bob geraten auf der Straße in eine Schlägerei, retten eine (junge und hübsche) Frau und erfahren, dass sie in Schwierigkeiten steckt. Selbstverständlich wollen die beiden Helden ihr helfen, geraten dabei in Schwierigkeiten und bekommen es mit einem mächtigen Gegner zu tun. Hier geht es um die Mafia, ein großes Erbe und eine Quest. Wie immer meistert Vernes die Geschichte und hält die Leser*innen bei der Stange.

Während üblicherweise eine ganze Seite zur Verfügung steht, einen Strang zu entwickeln, bleiben bei Tagesstreifen aber nur 2 bis maximal 4 Bilder, um anzuknüpfen, weiterzuführen, und einen Cliffhanger zu präsentieren. Zudem waren die Originale verschollen. Und so wurden aus den schwarz-weißen Zeichnungen von Gérald Forton ihnen nachempfundene farbige von Jacques Géron.

Bob Morane Classic 8 page 3

Im Tal der Klapperschlangen haben unsere Bekannten eine Panne inmitten einer amerikanischen Wüstenlandschaft. Sie geraten in einen Streit zwischen weißen Farmern und der indianischen Besitzerin einer Ranch und beziehen Stellung, obwohl beide Seiten das eigentlich gar nicht wollen. Hübsche Geschichte, die traditionellen Pfaden folgt, sie aber nett kombiniert.

Eine besondere Form der Gesamtausgabe

Bei älteren Comics stellt sich generell die Frage nach der Qualität der Vorlagen. Der Taschen-Verlag hat für seine Libraries eine sehr aufwendige Reproduktionstechnik gewählt und die Modesty Blaise-Ausgabe enthält teilweise Scans von Zeitungsveröffentlichungen. Für die Geschichte mit der schwarzen Hand ging der damalige Verleger Claude Lefrancq 1992 einen zeitgemäßen Weg: Er bat einen bekannten Zeichner, neue Panel im Stile des alten anzufertigen. Jede*r möge selbst urteilen, ob das „gut“ ist. Meiner Meinung nach ist es jedenfalls gut genug, ermöglicht es doch auch anderen Fans von Bob Morane, die Geschichte lesen zu können. Zudem fällt die Geschichte als Strip sowieso aus dem Rahmen. Da ist es auch zu verschmerzen, dass die Gesichter etwas anders aussehen.

Bob Morane Classic 8 page 4

Das Tal der Klapperschlangen ist dagegen eine sehr typische Veröffentlichung. Forton besaß bereits genügend Routine mit den Hauptfiguren, um sich auf Details und Landschaften konzentrieren zu können.

Bergfest

Fünfzehn Bände sind in der Bob Morane Classic Edition geplant, gut die Hälfte ist jetzt erschienen. Während die Bände von Vance und Coria in Deutschland schon häufiger eine Heimat gefunden hatten, waren die von Attanasio und Forton fast komplett unveröffentlicht. Fans des unverwüstlichen Helden, der mittlerweile in seinem siebten Jahrzehnt steht, finden hier eine sorgfältige Veröffentlichung mit bibliographischen Angaben im Hardcover.

Bob Morane Classic 8 page 5

Zusätzlich gibt es beim Verlag passende Drucke und für Vorbesteller jeweils ein Schmankerl für fünf Bände.

Dazu passen The Kinks etwa mit „You really got me“ und ein 19 Crimes – The Uprising.

© der Abbildungen Vernes – Bob Morane Inc / Forton – Ed. Hibou | 2025 Blattgold GmbH, Bad Dürkheim

ZACK 319 (Januar 2026)

ZACK 319

Herausgeber/Chefredaktion: Georg F. W. Tempel

Blattgold Verlag

Heft Din A 4 | 100 Seiten | Farbe | 9,70 €
ISSN: 1438-2792

Cover ZACK 319

Das neue Jahr hat zwar noch nicht angefangen, die ersten Vorboten sind aber schon da; So ist die Januar-Ausgabe das ZACK-Magazin bereits bei den Abonnent*innen eingetroffen und in den Läden erhältlich. Zum Jahresanfang gibt es gleich drei Serienstarts, zwei davon sogar erstmals im ZACK – Nun ja, Ray Ringo ist eigentlich ein alter Koralle-Bekannter, erlebt aber gerade einen Relaunch. In diesem Heft befindet sich auch das Papier-Formular zur Wahl der ZACK-Serie des Jahres. Wer will kann aber natürlich auch online abstimmen.

Die Neustarts

Coverboy und Opener ist das bereits achte neue Abenteuer von Rick Master. Dieser ist daher der Erste in einer Reihe von gleich vier „klassischen“ ZACK-Serien in diesem Heft. Die Folge beginnt blutig, da Simon Van Liemt gleich zwei Männer auf den ersten Seiten sterben lässt. Zudem würde Nadine gerne der hübschen Reporterin Anne-Aymone, die ihren“ Rick anbaggert, die Augen auskratzen. So weit kommt es aber dann doch nicht. Auf jeden Fall wird Rick in ihrer Sendung herausgefordert. Zidrou schafft es auch in Dead Sugar, das vergangene Paris sehr lebendig auf die Seiten zu bannen.

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Aus der Versenkung zurückgekehrt ist Ray Ringo. In Devil’s Gate kündigt er allerdings seinen Job bei Wells Fargo, da er auf Grund von Einsparmaßnahmen die Sicherheit der Fahrten nicht mehr gewährleistet sieht. Er willigt jedoch ein, eine Fahrt eines alten Freundes zu begleiten. Éric Corbeyran hat einen Western im alten Stil geschrieben: Postkutschen, Verfolgungsjagden und Schießereien sowie ein Held mit Ehrenkodex, der auf dem Sattel und im Restaurant eine gleich gute Figur macht. Roman Surzhenko beweist nach der Jugend von Durango erneut, dass er das Metier beherrscht. Die Serie startet mit einer Einführung von dem Verfasser dieser Zeilen.

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Der dritte Neuzugang stammt von Olivier Andrieu. Olivier war einer der führenden SEO-Spezialisten Frankreichs, entschied sich aber für eine Zukunft als Comic-Szenarist. Zusammen mit Alain Julié setzt er Jeff Mistral in Szene, einen Detektiv, der auch von Maurice Tillieux hätte stammen können. Das bedeutet, dass wir ein 60-er Jahre Setting sehen, in dem Autos eine gewisse Rolle spielen, Technik ansonsten aber eher untergeordnet ist. Die Geschichte beginnt etwas unvermittelt mit einer Nahtoderfahrung. Der Jahre später stattfindende Kriminalfall ist ein Diamantenraub, der faktisch unmöglich scheint. Auch hier gibt es eine Einführung vom Verfasser dieser Zeilen.

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Die Fortsetzungen

Tanguy & Laverdure stehen aktuell auf unterschiedlichen Seiten eines bewaffneten Konfliktes: Während der Blondschopf die „freie Welt“ in Form einer asiatischen Insel gegen chinesische Provokationen zu verteidigen sucht, dient Tanguy gezwungenermaßen als Ausbilder eben jener Kräfte. Ist das ein Verrat? Patrice Buendia & Frederic Zumbiehl schildern gewohnt souverän den Konflikt, sparen dabei auch nicht an persönlichen Momenten, die Hintergründe erklären. Sebastien Philippe setzt sowohl Emotionen als auch Flugszenen sauber um. Für Fliegercomic-Fans ein Muss!

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Auf Amoras nähert sich alles dem Höhepunkt: Jerusalem lässt Wiske allein um endlich ihre Aufgabe ungestört erledigen zu können. Lambik und Blaskop kapern zunächst eine Tram und treffen dann auf eine Gruppe von Flüchtlingen, die die Insel verlassen wollen, bevor der Vulkan ausbricht, und Achiel sinnt über den Sinn. Marc Legendre und Charel Cambré ziehen alle Register, die geeignet sind, eine Katastrophenstimmung zu erzeugen.

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Der Kampf der amerikanischen Nazi-Truppe gegen den Vaillante-Konzern und Senator Steve Warson steuert auf ein Finale Furioso hin. Tatsächlich will Steve sich selbst als Zielscheibe anbieten um dem FBI zum Erfolg zu verhelfen. Währenddessen kämpft Francoise ihren ganz persönlichen Kampf gegen den Krebs und Elsa ihren beruflichen auf der Strecke als Ersatz für Michel Vaillant. Wie immer eine perfekte Mischung aus Soap, Krimi und Renngeschehen von Daniel Lapière mit Zeichnungen von Marc Bourgne & Eilam.

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Schließlich gibt es weitere Seiten aus der Serie Aleksis Strogonov. Der dritte Band Tamo spielt im Millieu der Partisanen. Jean Regnaud übertreibt es aber mit zynischem Slapstick und so passt nichts wirklich zueinander: Alle sind korrupt, dumm oder feige und bekämpfen lieber sich selbst als die Feinde, allerdings nicht so witzig, wie etwa im Leben des Brian. Da können meiner Meinung nach auch die guten Zeichnungen von Émile Bravo nichts mehr retten.

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Und sonst?

Auch im neuen Jahr bleibt vieles beim Alten. Wir dürfen uns daher wieder über den Ritter, Parker & Badger sowie Tizombi freuen. Auch News, Rezensionen und ein Rückblick auf das ZACK vor 50 Jahren sind wie immer vertreten. Die inhaltlichen Beiträge, beide von Christian Endres, behandeln das Criminal-Universum und das erste Buch von Flix.

Die Winterferien locken bisher tagsüber eher nach draußen, ist doch herrliches klares Wetter, sollten aber abends genügend Zeit bieten, sich in diese Ausgabe vertiefen zu können. Die weiteren Ankündigungen für 2026 verheißen weitere spannende Neuheiten und damit Spaß, Spannung und Abenteuer.

Dazu passen Booze & Glory mit „Mad World“ und ein DBB Winterbock.

© der Abbildungen bei den jeweiligen Künstlern und Verlagen / Blattgold GmbH, Bad Dürkheim 2025

Cauvin/Lambil – Die Blauen Boys GA 6

1979 – 1981

Story: Raoul Cauvin
Zeichnungen: Willy Lambil

Originaltitel: Le Tuniques Bleues 16, 17, 18

Salleck Publications

Hardcover | 160 Seiten | Farbe | 34,90 € | 
ISBN: 978-3-89908-812-0

Cover Die Blauen Boys - Gesamtausgabe 6

Das Western-Comic-Genre teilt sich in realistische und eher lustig gezeichnete Titel.  Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass auch die Inhalte von Titeln der zweiten Kategorie nur lustig sind. Zwar sind alle Bände der Blauen Boys humorig und enthalten teilweise sogar slapstickartige Szenen, oftmals aber ist es ein schwarzer Humor, der die Schrecken des Krieges nicht überdecken soll, sondern eher überspitzt deutlich macht. Nicht zuletzt deswegen handelt es sich um eine der erfolgreichsten aktuellen Comic-Reihen. Im Original ist gerade Band 69 erschienen.

Eine notwendige Re-Edition ist angeschlossen

Zwar sind (mit dem üblichen Verzug bei den aktuellen Bänden) alle Titel der Reihe auch in Deutschland erschienen. Während die bei Carlsen oder aktuell bei Salleck Publications veröffentlichten Alben gehobenen Qualitätsansprüchen bezüglich Präsentation und Übersetzung genügen, waren die früher bei Bastei unter dem Reihentitel Bud und Chester veröffentlichten Bände weder in Form noch in Inhalt ausreichend. Mit diesem sechsten Teil der Gesamtausgabe liegen sie alle neu übersetzt und gelettert als Hardcover vor!

Bronco Benny thematisiert ein „Nachschubproblem“ beider Armeen des amerikanischen Bruderkrieges: Während es immer noch halbwegs möglich war, neue Soldaten zu rekrutieren (dazu später mehr), gab es bei den dringend für die Kavallerie benötigten Pferden größere Probleme. Besagter Bronco Benny nun ist der berühmteste Pferdeeinreiter und soll eine Herde von Wildpferden für den Einsatz zureiten. Natürlich gibt es dabei mehr Probleme als bei einem üblichen Rodeo.

Die Blauen Boys - Gesamtausgabe 6 page 74

In EL Padre müssen Sgt. Chesterfield und Corporal Blutch über den Rio Grande nach Mexiko fliehen. Dort geraten sie in eine heftige Fehde zwischen blutrünstigen indianischen und mexikanischen Banden. Zu ihrem Glück hatten sie ihre Uniformen gegen ein Bauerngewand und eine Priesterkutte tauschen können. Als sie dann auch noch eine Entführung beenden wollen, kommt es fast zum Eklat zwischen den Beiden. Die Feuertaufe, der erste damals bei Carlsen erschienene Band, erzählt schließlich wie es dazu kam, dass Chesterfield und Blutch bei der Nordstaatenarmee anheuerten. Alkohol erweist sich wieder einmal als schlechter Helfer in Krisensituationen!

Routine, immer wieder neu erfunden

Man mag zu den Zeichnungen von Willy Lambil stehen, wie man will; er schafft es mit jedem Band aufs Neue, bekannte Ingredienzen neu zu mischen und spannend auf das Papier zu bringen. Nicht nur, dass er immer Tiere, die eigentlich gar nicht zur Handlung gehören, im Vordergrund einiger Panel platzieren kann, ist bemerkenswert. Auch die aus wenigen Hauptfiguren bestehende Serie immer wieder unterhaltsam zu komponieren ist faszinierend. Und so erzielt eine Kleinigkeit wie eine Tonsur eine beachtliche Wirkung!

Die Blauen Boys - Gesamtausgabe 6 page 75

Während einige Serien auf ein Produktionstempo von 5 Geschichten pro Jahrzehnt kommen, haben die Blauen Boys es im ersten 10-Jahres-Zeitraum auf 18 Alben gebracht! Schon die schiere Menge zwingt zu einem großen Respekt. Tatsächlich wird hier aber nicht ein Schema wiederholt, jede einzelne Geschichte benutzt zwar die gleichen inhaltlichen Pattern, ist aber wiederholungsfrei.

Ist das das Ende der Gesamtausgabe?

Ein finanzieller Motivator für die ersten sechs Bände der Gesamtausgabe der Blauen Boys war die Tatsache, dass die ersten 17 Bände in Deutschland quasi nie erschienen waren. Wer sie hatte genießen wollen, musste auf fremdsprachige Versionen zurückgreifen. Diese Aufgabe ist nun erfüllt, alle anderen sind – teilweise allerdings vor langer Zeit und vergriffen – verfügbar gewesen. Wer also weiterlesen möchte, möge diesen Wunsch bitte formulieren und sich direkt an den Verleger Eckart Schott wenden (Kontakt über die ober verlinkte Verlagsseite).

Detail Die Blauen Boys - Gesamtausgabe 6 page 76

Für mich war es nie wirklich ersichtlich, warum diese geniale Serie in Deutschland doch eher ein Schattendasein führt. Qualitativ gibt es jedenfalls keine Unterschiede zu Lucky Luke, von den Verkaufszahlen allerdings schon … Zum Glück erscheinen ja aber wenigstens die aktuellen Bände weiterhin beim gleichen Verlag.

Dazu passen Bruce Springsteen, etwa mit seinen „Western“-Titeln, und ein Brooklyn Lager!

© der Abbildungen DUPUIS 1980, 1981, by Cauvin & Lambil / 2025 Eckart Schott Verlag

Renard – Wiedersehen mit Comanche

Oder: Der Fluch der bösen Tat

Story: Romain Renard (nach dem Werk von Greg & Hermann)

Zeichnungen: Romain Renard

Originaltitel: Revoir Comanche

Splitter Verlag

Hardcover Überformat |152 Seiten | s/w | 35,00 € | 
ISBN: 978-3-68950-134-1

Cover Wiedersehen mit Comanche

Im Koralle-Zack waren soweit möglich in jedem Heft verschiedene Themenfelder besetzt, um ein möglichst großes Spektrum verbindlich bedienen zu können. Dazu zählte natürlich auch der Western-Comic. Es gab dabei sowohl humorige Serien wie etwa Lucky Luke oder Umpah-Pah als auch die eher realistische Sorte, etwa mit Caine oder Hondo/Ringo. Wirklich im Gedächtnis geblieben sind aus diesem Segment sowohl die Geschichten mit Blueberry als auch diejenigen mit Red Dust, die unter dem Titel Comanche erschienen sind. Beide waren auf ihrem Gebiet stilprägend für das Genre.

Die Rückkehr

Red Dust begann in der von Greg und Hermann produzierten Serie als Killer mit einem Auftrag. Er entschloss sich jedoch, die Seiten zu wechseln und auf der 666-Ranch von Comanche neu anzufangen. Das Personal war sehr divers: angeführt von einer Frau arbeiteten auf der Ranch ein alter Mann, ein Farbiger, ein Mitglied der First Nations, ein Greenhorn und eben der ehemalige Killer um die kleine Farm gegen alle Widerstände, insbesondere von den großen Farmern, über die Runden zu bringen. Es gab eine Szene, die zuvor noch nie in einem Jugendmagazin gezeigt worden war: Dust erschießt einen brutalen Mörder, obwohl dieser bereits wehrlos ist. Das beendet zwar die Gefahr für die ganze Gegend, macht den Schützen aber zu einem ebenfalls gesuchten Kriminellen.

Wiedersehen mit Comanche page 4

Das Wiedersehen mit Comanche setzt Jahrzehnte später ein. Eine junge, hochschwangere Frau taucht vor einer abgelegenen Hütte auf und behauptet, dass der ihr öffnende ältere Mann eben jener Red Dust sei. Sie möchte ihn überreden, ihr seine Geschichte zu erzählen und sie auf der Fahrt zur 666 begleiten. Tatsächlich lässt sich der Held der Vergangenheit schließlich darauf ein. Da er jedoch in einigen Staaten immer noch gesucht wird, müssen die Reisenden einige Umwege in Kauf nehmen.

Renard hat in Wiedersehen ein Geflecht aus Hinweisen auf die alte Serie, mögliche Weiterentwicklungen und die Jetztzeit der Geschichte, also den Anfang des letzten Jahrhunderts, erschaffen. Die junge Frau und der mürrische alte Cowboy nähern sich langsam aneinander an, geben aber ihre Deckung nur in sehr kleinen Häppchen auf. So entsteht eine sehr glaubwürdige Geschichte, die die Schicksale fast aller ehemaligen Mitstreiter*innen integriert. Und jede*r weiß beim Lesen, dass noch irgendetwas kommen muss. Dieser leichte Horror wird immer stärker, kommt dann aber doch überraschend! Mehr sei nicht verraten.

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Zeichnungen mit einer hohen Intensität

Wer hier knallbunte Farben erwartet, wird enttäuscht sein. Renard verwendet nur Weiß, Schwarz, und alle dazwischenliegenden Abstufungen. Dadurch gelingen intensive Seiten wie etwa die 81, die den erstmaligen Genuss eines Kinofilms zeigen. Dazu bedarf Renard keiner Worte, die Zeichnungen sind genug! Immer wieder wechselt er von der Zeichnung in einem Panel zu großflächigen, seitenfüllenden Illustrationen, oftmals um die Natur als Akteur zu zeigen.

Renard spart nicht mit Kritik an den Errungenschaften der Moderne, etwa an der übermäßigen Nutzung der Böden, die sie verwüsten lässt. Er zeigt aber in dem Gegensatz des alten Raubeins und der jungen Schwangeren auch die positiven Seiten der Entwicklung auf. Ein Thema dabei ist „Freiheit“, die auf viele unterschiedliche Arten definiert werden kann. Der Einfluss der Tragödie ist hier keinesfalls zu übersehen und auch die Romantik, die durch die Zeichnungen noch verstärkt wird, ordnet sich ihr unter.

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Eine ganz besondere Fortführung!

Viele klassische frankobelgische Serien wurden im Laufe der letzten Jahre neu gestartet oder fortgesetzt. Einige davon haben einfach ein neues Setting bekommen, die Beteiligten aber nicht wirklich altern lassen. Andere haben zwar Weiterentwicklungen angestoßen, die Zeit jedoch nur unwesentlich weitergedreht. Hier hat Renard einen radikalen Schnitt gewagt, Jahrzehnte im Leben der Figuren übersprungen und ist kurz vor dem Lebensende wieder gelandet.

Detail Wiedersehen mit Comanche page 9

Dieser Mut zahlt sich aus: die Protagonisten weisen alle ein glaubwürdiges Schicksal auf, ihre Linien haben sich teilweise getrennt, teilweise aber auch gekreuzt und vieles, was hätte gesagt werden können, ist (leider) unterblieben. Trotzdem geht es hier nicht um ein Kaffeekränzchen: Es gibt genügend Tote und nur selten erfolgen sie aufgrund von Alter oder Krankheit. Allerdings wollen die Fäuste nicht mehr wie früher. Ein Top-Tipp für alle Leser*innen der Originalserie und für Fans von Kevin Kostners Western!

Dazu passen Bob Dylan mit „A hard Rain’s a gonna fall“ (als Vertreter der mitgelieferten Playlist) und ein Whiskey!

© der Abbildungen Éditions du Lombard (Dargaud-Lombard S.A.) 2024, by Romain Renard | Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2025

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